Schienenfahrzeug-Hersteller - Grossauftrag aus Berlin? Aktie von Stadler Rail steigt auf Rekordhoch

Stadler gewinnt einem Zeitungsbericht zufolge einen Milliardenauftrag für neue U-Bahnwagen in Berlin. Die Aktie legt deutlich zu.
17.05.2019 10:50
Peter Spuhler, Inhaber und VR-Präsident Stadler Rail.
Peter Spuhler, Inhaber und VR-Präsident Stadler Rail.
Bild: Nik Hunger

Stadler soll nach Informationen der "Berliner Morgenpost" und des "Tagesspiegels" bis zu 1500 neue U-Bahnwagen für die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) bauen. Die unterlegene Siemens plane jedoch juristische Schritte dagegen. Dem widersprechen gut informierte Kreise gegenüber der Nachrichtenagentur AWP.

Der U-Bahn-Wagenpark Berlins soll ab 2021 komplett erneuert werden - der Auftrag hätte einen Wert von 3 Milliarden Euro. Noch bis Montag läuft eine Einspruchsfrist, in der unterlegene Bieter die Möglichkeit haben, das Ergebnis der europaweiten Ausschreibung anzufechten. Entsprechend ist die Auftragsvergabe noch nicht erfolgt, erklärten die BVG auf Anfrage von AWP am Freitag. Stadler Rail und Siemens wollten die Medienberichte nicht kommentieren.

Laut dem "Tagesspiegel" hat sich der BVG-Verwaltungsrat jedoch bereits Anfang Mai für Stadler entschieden. Das Blatt beruft sich dabei auf gut informierte Kreise. Um den grössten Auftrag in der BVG-Geschichte hätten sich auch der französische Fahrzeughersteller Alstom und ein Konsortium aus Siemens und Bombardier beworben.

An der Schweizer Börse steigt die Aktie von Stadler Rail um über 3 Prozent auf ein neues Rekordhoch von 44 Franken. Der Titel ist erst seit Mitte April kotiert.

Siemens will Klage einreichen - Insider dementiert

Siemens will laut "Tagesspiegel" gegen den - noch nicht kommunizierten - Entscheid juristisch vorgehen. Angeblich soll Siemens-Chef Joe Kaeser persönlich gegenüber Vertretern des Berliner Senats die Vergabeentscheidung hart kritisiert und den Klageweg angekündigt haben. Es drohe ein langwieriger Prozess, schreibt das Blatt.

Dem widersprechen gut informierte Kreise: "Das, was die beiden Zeitungen schreiben, ist falsch", sagte eine dem Dossier nahestehende Quelle zu AWP. Siemens werde gegen den Vergabeentscheid - wie auch immer er ausgehe - juristisch nicht vorgehen.

Bei europaweiten Ausschreibungen müssen die unterlegenen Bieter vor der endgültigen Auftragsvergabe informiert werden. Sie haben dann 15 Tage Zeit, die Entscheidung des Auftraggebers zu akzeptieren oder dagegen vorzugehen.

Siemens hatte sich zuletzt vor zwei Jahren gegen einen BVG-Auftrag zugunsten von Stadler gewehrt. Weil die alten Waggons nicht mehr repariert werden konnten, hatte die BVG im Oktober 2017 für 120 Millionen Euro ohne Ausschreibung 80 Kleinprofil-Fahrzeuge bestellt. Im Sommer darauf einigten sich BVG und Siemens aussergerichtlich auf einen Kompromiss. Danach durfte die BVG bei Stadler zunächst nur 56 Wagen bestellen.

(cash/AWP)

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