Es gebe einen Widerspruch zwischen den Warnungen und der Realität, sagte Scholz am Donnerstagabend bei einem Bürgerdialog in Erfurt. "Gerade entscheidet sich, dass die Halbleiterindustrie in Europa überwiegend in Deutschland stattfinden wird", betonte er mit Blick auf Milliardeninvestitionen etwa des taiwanischen Konzerns TMSC.
Intel sorge in Magdeburg sogar für die grösste Einzelinvestition in Europa. Deutschland habe tolle Ingenieure, weshalb man zuversichtlich bleiben könne. Es würden zudem viele neue Batteriefabriken oder klimaneutrale Stahlwerke gebaut. "Einige machen schlecht, was uns stark gemacht hat", kritisierte Scholz zudem mit Hinweis auf die Exportwirtschaft. Als Exportnation werde man mit betroffen, wenn andere Staaten schwächelten. Es gebe aber kein deutsches Konjunkturprogramm, das den Absatz etwa in China oder Vietnam steuern könne.
Scholz setzte sich erneut dafür ein, einseitige Abhängigkeiten abzubauen. Das müssten alle im Blick haben, mahnte er. "Das bedeutet, dass alles ein bisschen teurer wird", fügte er mit Hinweis darauf hinzu, dass Firmen mehrere Lieferanten suchen müssten. "Wenn wir es etwas sicherer haben wollen, wird es ein wenig teurer." Im Grossen und Ganzen finde in der Industrie schon ein Umdenken statt, aber leider nicht überall. Anweisen könne er die Firmen aber nicht.
(Reuters)

2 Kommentare
"Keiner sollte ein Land zu regieren wagen, der es nicht für einige Zeit von außen gesehen hat."
Dr. Hermann Josef Abs
Bankier, 1957 - 1967 Vorstandsvorsitzender der "Deutschen Bank", zählte in den Nachkriegsjahren zu den engsten Beratern von Bundeskanzler Konrad Adenauer (Deutschland, 1901 - 1994).
Dr. Hermann Josef Abs · Geburtsdatum · Sterbedatum
Dr. Hermann Josef Abs wäre heute 121 Jahre, 9 Monate, 27 Tage oder 44.495 Tage alt.
Geboren am 15.10.1901 in Bonn
Gestorben am 05.02.1994 in Bad Soden am Taunus
Sternzeichen: ♎ Waage
Ist einfach erschreckend, wie abgehoben die Politelite in Berlin, Paris, Den Haag aber auch in Bern geworden ist. Die Spitzenpolitiker leben in einer Blase, fern ab vom richtigen Leben und den Wählern, und sie merken nicht, was um sie rum passiert. Aber dann gegen erstaunlich schnell aufstrebende Parteien wettern. Hauptsache Ihre Freunde und Familie ist abgesichert. Mir schwebt Böses vor den Augen