Lululemon hat wegen einer schwächelnden Nachfrage und harter Konkurrenz seine Umsatz- und ‌Gewinnprognosen ⁠für das Gesamtjahr gesenkt. Die Aktien des kanadischen Sportbekleidungsherstellers fielen ⁠am Donnerstag im nachbörslichen Handel um rund neun Prozent. Lululemon ‌rechnet für das Geschäftsjahr 2026 nun mit ‌einem stagnierenden bis um ein ​Prozent rückläufigen Umsatz, nachdem zuvor ein Plus von zwei bis vier Prozent in Aussicht gestellt worden war. Der Gewinn je Aktie soll zwischen 10,95 und 11,15 ‌Dollar liegen, statt der bisher erwarteten 12,10 bis 12,30 Dollar.

Neben der hohen Inflation, die Kunden bei teuren Artikeln sparen ​lässt, machen dem Konzern aufstrebende Konkurrenten ​wie Alo Yoga und Vuori ​auf dem US-Markt zu schaffen. Dort sanken die Erlöse im ersten ‌Quartal währungsbereinigt um vier Prozent, während sie in China um 23 Prozent zulegten. Die künftige Chefin Heidi O'Neill, ​die ​ihr Amt im September ⁠antritt, steht nun vor der Aufgabe, ​das Wachstum wieder ⁠anzukurbeln. In der vergangenen Woche hatte Lululemon einen monatelangen ‌Machtkampf mit Gründer Chip Wilson beigelegt, was den Weg für strategische Investitionen aus den Barreserven ‌von 1,8 Milliarden Dollar freimacht.

(Reuters)