Die Aktien der Swisscom verlieren am Dienstag im frühen Handel 2,1 Prozent auf 646 Franken, während der Gesamtmarkt gemessen am Swiss Market Index (SMI) um 0,15 Prozent höher steht. Seit Jahresbeginn hat die Aktie um etwas mehr als 12 Prozent zugelegt.
Am Donnerstag hat die US-Investmentbank Morgan Stanley den «doppelten» Vorschlaghammer gezogen und den Titeln des Schweizer Telekomunternehmens neu das Rating «Underweight» nach «Overweight» verpasst. Die Änderung der Einstufung ging mit einer Kurszielreduktion auf 600 nach 720 Franken einher.
Nach der starken Kursrallye der vergangenen zwölf Monate sieht Analyst Harrison Williams das Aufwärtspotenzial der Aktie als ausgereizt - hauptsächlich auch im Vergleich zur europäischen Konkurrenz. Deren Analyst bevorzugte denn auch die Valoren der Deutschen Telekom, British Telecom oder die portugiesische NOS.
Wie bereits andere Experten weist der Spezialist von Morgan Stanley auf die eher schwierige Situation im Heimmarkt und die Herausforderungen in Italien hin. Die Umsatzentwicklung in der Schweiz lasse weiterhin keine Tendenz zur Stabilisierung erkennen.
Aktuelle Kostensparprogramme stützten das Ergebnis zwar temporär, doch weitere Effizienzsteigerungen dürften künftig deutlich schwerer umsetzbar sein. Für den italienischen Markt prognostiziert der Analyst von Morgan Stanley zusätzliche Wachstumsräume durch Synergieeffekte, merkt aber an, dass diese in den aktuellen Markterwartungen bereits grösstenteils eingepreist seien, so Morgan Stanley weiter.
Geht es nach den Analysteneinschätzungen, ist die Swisscom-Aktie derzeit kein Kauf. Bisher schätzte nur der Experte von Morgan Stanley den Titel mit «Kaufen» ein. Damit sind es laut AWP-Analyser nun null Kaufempfehlungen. Dem stehen neun Ratings «Halten» und sieben «Verkaufen» gegenüber. Das durchschnittliche Kursziel beträgt 590 Franken.
Einen Wermutstropfen gibt es. Nachdem die Swisscom-Aktie vom Jahreshoch bei 728,80 Franken zurückgebunden wurde, hat sich die Dividendenrendite wieder verbessert. Dies liegt wieder bei 4,0 Prozent. Sollte es im laufenden Jahr zu der vom Markt erwarteten Erhöhung kommen, so betrüge die aktuelle Rendite gar 4,2 Prozent.
Laut der aktuellen Guidance des Schweizer Konzerns soll die Dividende weiter erhöht werden. Das Unternehmen plant, die Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2026 auf 27 von 26 Franken pro Aktie anzuheben. Dies unter der Voraussetzung, dass die finanziellen Ziele erreicht werden.

