Die grössten potenziellen Rückerstattungen für Waren, die zwischen April 2025 und Februar 2026 exportiert werden, betreffen Präzisions- und Medizininstrumente sowie Uhren, so die UBS am Donnerstag. Die übrigen Erstattungen betreffen hauptsächlich Kaffee, Maschinen und elektrische Geräte.

Die Auszahlungen erfolgen, nachdem das ursprünglich von Präsident Donald Trump eingeführte Zollregime vom Obersten Gerichtshof gekippt wurde. Die UBS wies darauf hin, dass Exporteure möglicherweise nicht den vollen Betrag erhalten, da die Erstattungen formal den Importeuren zustehen.

Die UBS erwartet, dass die offiziellen US-Zölle auf Schweizer Waren von derzeit 12,5 Prozent auf 15 Prozent steigen werden, entsprechend dem im November vereinbarten Rahmenabkommen. Die Ökonomin Meret Muegeli betonte, dass die effektiven Zölle deutlich unter diesem Wert liegen - derzeit bei rund 6 Prozent -, da Arzneimittel, das wichtigste Exportgut der Schweiz, weitgehend von den Zöllen befreit sind.

Analysten der UBS erklärten, das überdurchschnittlich hohe Wachstum der Schweizer Wirtschaft von 1,5 Prozent im zweiten Quartal überschätze wahrscheinlich die tatsächliche Stärke der Wirtschaft, deute aber dennoch auf eine Verbesserung hin. «Das erscheint etwas übertrieben und spiegelt die Realität nicht vollständig wider», sagte Alessandro Bee. «Wir sehen aber Anzeichen einer Erholung.»

Für 2027 erwartet die UBS einen Rückgang der Arbeitslosigkeit und eine Inflation unter 1 Prozent. Die UBS geht davon aus, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) Mitte des Jahres ihre erste Zinserhöhung vornehmen wird, obwohl das Risiko besteht, dass die Zentralbank die Kreditkosten früher anhebt. 

(Bloomberg/cash)

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