Die Aktie von Comet gewinnt am Mittwoch 4 Prozent auf 357,40 Franken. Seit Jahresbeginn legte die Aktie damit über 52 Prozent zu. Halbleiter-Mitstreiter wie Inficon, VAT Group oder AMS Osram legten in diesem Zeitraum allerdings noch mehr zu. Das Allzeithoch von Comet liegt derzeit bei 437 Franken und wurde Mitte Juni dieses Jahres erreicht.

Die UBS erhöht nun ihr Kursziel für den Halbleiterzulieferer auf 510 von zuvor 490 Franken und bestätigt das «Buy»-Rating. In der aktuellen Woche erhöhten schon vier weitere Analysten das Kursziel für den Konzern aus Flamatt – allesamt mit einer Kaufempfehlung.

Anlass zu den Kurszielerhöhungen und Ratings war vor allem der Auftragsboom im dritten Quartal. Der Auftragseingang von Comet stieg im dritten Quartal um 170 Prozent auf 275,6 Millionen Franken. Hauptsächlicher Treiber dafür war der anhaltende Aufschwung in der Halbleiterindustrie. Dieser werde getragen von der Expansion von Rechenzentren und KI-Infrastruktur, teilte das Unternehmen beim Quartals-Update mit.

Mit den positiven Zahlen hat Comet die Ziele fürs Gesamtjahr 2026 angehoben und erwartet einen Umsatz von 570 bis 590 Millionen Franken sowie eine Ebitda-Marge von 17,0 bis 19,0 Prozent.

Analysten erwarten, dass das starke Wachstum in der Halbleiter-Branche bis weit ins Jahr 2027 oder darüber hinaus anhält. Das Risiko für Halbleiter-Zulieferer wird laut Analysten weiterhin als erhöht eingestuft. Zudem führten Finanzierungssorgen in diesem Bereich zu KI-bedingten Kursverlusten, die jedoch keine schwächere Halbleiter-Nachfrage widerspiegeln.

Die Kursziele für Comet liegen laut AWP-Analyser zwischen 350 und 640 Franken mit einem Durchschnitt von 483 Franken. Derzeit empfehlen neun Analysten einen Kauf, zwei sind für «Hold».

(cash)