Insgesamt stieg die Zahl der Logiernächte im Vergleich zum Vorjahresmonat um 5,9 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) anhand einer zweiten Schätzung am Donnerstag mitteilte. Damit fiel das Plus etwas höher aus als in der ersten Schätzung von 5,5 Prozent.
Die Übernachtungen ausländischer Gäste nahmen um 6,7 Prozent zu. Auch die Nachfrage aus dem Inland legte mit einem Plus von 5,0 Prozent deutlich zu.
Chinesische Gäste mit kräftigem Zuwachs
Für Rückenwind sorgten unter anderem die Gäste aus Europa, deren Logiernächte insgesamt um 7,2 Prozent zunahmen. Deutschland und das Vereinigte Königreich stachen mit einem Plus von jeweils 7,8 Prozent hervor. Auch aus Frankreich (+3,2 Prozent), den Niederlanden (+2,6 Prozent) und Italien (+2,0 Prozent) wurden mehr Übernachtungen registriert.
Bei den asiatischen Gästen zeigte sich dagegen ein uneinheitliches Bild. Während die Logiernächte von Gästen aus China um 18,0 Prozent in die Höhe schnellten, blieb die Nachfrage aus Indien (-2,2 Prozent) und den Golfstaaten (-1,6 Prozent) hinter dem Vorjahr zurück.
Unterstützung kam auch aus Amerika: Die Logiernächte von Gästen aus dieser Region nahmen um 6,6 Prozent zu. Beim wichtigsten Herkunftsmarkt der Region, den USA, betrug das Plus 4,7 Prozent.
Hoffnung auf Trendwende
Der starke September lässt nach mehreren schwächeren Monaten auf eine Erholung hoffen. In den ersten acht Monaten des Jahres 2026 hatte die Schweizer Hotellerie insgesamt 30,2 Millionen Logiernächte gezählt und damit das Vorjahresniveau um 0,7 Prozent verfehlt. Seit dem Ausbruch des Irankriegs waren sämtliche Monate mit Ausnahme des Julis rückläufig gewesen.
Die definitiven Ergebnisse für September mit den absoluten Logiernächtezahlen publiziert das BFS am 5. November.
(AWP)

