Sensorenhersteller - AMS-Aktien steigen auf neues Allzeithoch

Die Aktien des Halbleiterherstellers AMS zählen am Mittwoch einmal mehr zu den grössten Gewinnern an der Schweizer Börse. Sie haben am frühen Nachmittag ein Allzeithoch markiert.
05.04.2017 15:05
Firmenhauptsitz von AMS in Unterpremstätten in der Steiermark (Österreich).
Firmenhauptsitz von AMS in Unterpremstätten in der Steiermark (Österreich).
Bild: iNg

Begründet werden die Kursgewinne unter anderem mit Hoffnungen auf gute Aufträge dank des nächsten iPhones. Bis um 15.00 Uhr legen die AMS-Valoren bei leicht überdurchschnittlichen Volumina um 3,3% auf 57,85 Franken zu, zuvor waren sie sogar auf 59,60 Franken gestiegen. Dies war der höchste je erreichte Kurs. Das alte Allzeithoch datierte vom 4. Juni 2015, als die Valoren im Handel einen Wert von 59,05 Franken erreicht hatten.

Die Analysten der Bank Rahn+Bodmer haben für die aktuelle Hausse eine Erklärung: Es gebe "vielversprechende Anhaltspunkte seitens asiatischer Zulieferer in Bezug auf die geplante iPhone-8-Produktion", schreiben sie in einem Kommentar. Apple sowie der Konkurrent Samsung sind bekanntermassen die mit Abstand wichtigsten Kunden des österreichischen Unternehmens, dessen Aktien an der Schweizer Börse gehandelt werden. Im vergangenen Jahr steuerten sie 25 bis 30% zum Umsatz bei, wie das Management im Februar sagte. Im laufenden Jahr soll es mehr sein, hatte es damals ebenfalls geheissen.

Führend mit optischen Sensoren

Auch die Analysten von Baader Helvea verwiesen kürzlich in einer Studie auf einen "Hype" zu möglichen 3D-Funktionen des nächsten iPhones. Die Gesellschaft sei mit ihrer Expertise für optische Sensoren gut aufgestellt, um in den nächsten Jahren von einem Trend zu solchen Funktionen zu profitieren. Gleichwohl stufte der zuständige Analyst damals die Papiere nur mit "Hold" ein - insbesondere wegen der aktuellen Bewertung.

Denn die AMS-Aktien zählen schon seit Wochen zu den Outperformern am Markt. Sie haben ihren Wert seit Anfang Jahr etwa verdoppelt. Ausgelöst wurde dieser Anstieg im Februar, nachdem das Management den erwarteten Umsatz 2017 der übernommenen Firma Heptagon auf 300 Millionen Dollar beziffert hatte.

Experten weisen jedoch auch auf Risiken hin. So sei die Visibilität eher gering und die Ziele des Managements ambitioniert. Und nicht zuletzt erinnern sie Investoren an die relativ hohe Volatilität der Aktie: So vollführte sie nach dem Allzeithoch vor knapp drei Jahren eine rasante Talfahrt, die sie von gut 59 Franken auf unter 23 Franken führte. Ausgelöst wurde diese durch Meldungen, wonach ein Auftrag für Apple verloren gegangen sei.

(AWP)