Die Aktie fiel ‌am ⁠Dienstag um bis zu acht Prozent. Anleger zeigten ⁠sich besorgt über die Probleme, die den Börsengang lange verzögert und ‌die Wettbewerbsvorteile des Konzerns geschwächt haben. ‌Shein, bekannt für extrem ​günstige Kleidung wie Fünf-Dollar-Tops, leidet unter neuen Zoll- und Abgabenregelungen in den USA und Europa. Diese untergraben das bisherige Geschäftsmodell des Direktversands von Billig-Ware an die Kunden. ‌Die Bewertung des Unternehmens liegt mit rund 24 Milliarden Dollar weit unter dem Höchststand von fast 100 Milliarden Dollar ​im Jahr 2022.

Analysten zufolge gilt die ​Aktie trotz des massiven Bewertungsabschlags ​immer noch als teuer im Vergleich zu Konkurrenten wie Temu. Zudem ‌rutschte der Konzern im ersten Quartal in die Verlustzone. Shein versucht inzwischen, sein Geschäft auszuweiten. Der Konzern öffnet ​seine ​Plattform als Marktplatz für ⁠andere Anbieter und hat zuletzt ​Modemarken wie Everlane aus ⁠den USA übernommen. Wegen der genauen Prüfung seiner Geschäftspraktiken, ‌etwa bei Arbeitsbedingungen und Nachhaltigkeit, waren Börsengänge in New York und London zuvor gescheitert.

(Reuters)