Unter dem ‌Strich ⁠stand für das erste Quartal dieses Jahres ein Verlust von ⁠99 Millionen Dollar in der Bilanz, wie aus dem am Sonntag veröffentlichten Börsenprospekt von Shein hervorging. Im Vorjahreszeitraum hatte Shein ‌noch einen Gewinn von 395 Millionen ​Dollar erzielt. Den Hauptgrund sieht das Unternehmen darin, dass die USA seit Mai 2025 die Zollausnahmen für importierte Pakete mit einem Wert von unter 800 Dollar gestrichen haben. Der Wegfall dieser sogenannten «De-minimis»-Regel, ‌von der Billig-Versandhändler wie Shein besonders profitierten, habe auch den Absatz in den USA belastet. Der Konzernumsatz legte im ersten Quartal um ​magere 1,1 Prozent auf 9,05 Milliarden Dollar zu.

Die ​erstmals veröffentlichten Finanzdaten vermitteln Anlegern einen genaueren ​Einblick in den Druck, unter dem Shein bei der Suche nach neuen Finanzmitteln ‌steht – vor dem Hintergrund steigender Kosten, eines verlangsamten Wachstums und zunehmender behördlicher Kontrollen in wichtigen Märkten. Das in China gegründete Unternehmen mit ​Sitz ​in Singapur hatte Anfang Juli die ⁠Genehmigung der chinesischen Börsenaufsicht für die Notierung ​in Hongkong erhalten. ⁠Frühere Versuche für einen Börsengang in New York und London waren ‌gescheitert. Angaben zur Grösse des Börsengangs, zur Preisspanne oder zum Zeitplan machte das Unternehmen in dem Prospekt nicht. ‌Begleitet wird das Debüt von den Banken Goldman ​Sachs, Morgan Stanley und JPMorgan

(Reuters)