Siemens steht vor einem Milliardenauftrag für seine Hochgeschwindigkeitszüge in Spanien. Der staatliche ‌Eisenbahnbetreiber ⁠Renfe hat den Münchner Technologiekonzern als bevorzugten Bieter ⁠für 30 neue Züge ausgewählt, wie die Spanier am ‌Dienstag mitteilten. Renfe bezifferte den Wert ‌des Auftrags einschliesslich ​der Wartung auf 1,22 Milliarden Euro. Dazu kommt eine Option auf weitere zehn Züge. Die ersten fünf «Velaro Novo»-Züge, die eine Weiterentwicklung des deutschen ICE ‌3 sind, sollen innerhalb von drei Jahren und vier Monaten geliefert werden, die letzten in fünf Jahren ​und zwei Monaten. Die Vorgänger-Baureihe 103 (Velaro E) ​ist bereits in Spanien ​im Einsatz.

Renfe hatte die Ausschreibung im April gestartet. ‌Gefordert waren eine Höchstgeschwindigkeit von mindestens 350 Kilometern pro Stunde und Liefertreue. Dabei hatte Renfe zuletzt ​schlechte Erfahrungen ​gemacht. Jeder «Velaro Novo»-Zug hat ⁠520 Sitzplätze. Ein Sprecher von ​Siemens Mobility begrüsste ⁠die Entscheidung. «Der Velaro Novo verbindet deutlich reduzierten ‌Energieverbrauch mit einer höheren Passagierkapazität und niedrigeren Kosten über den ganzen Lebenszyklus.» Nun gehe ‌es an die Einzelheiten des Vertrages.

(Reuters)