Die Schweizerische Nationalbank (SNB) bleibt rund einen Monat vor ihrer nächsten geldpolitischen Lagebeurteilung bei ihrer Einschätzung. Die Preisstabilität sei möglicherweise noch nicht gewährleistet, sagte SNB-Präsident Thomas Jordan am Dienstag in Zürich.
«Wir werden daher nicht zögern, die Geldpolitik bei Bedarf weiter zu straffen», machte Jordan in seiner Rede an der am Dienstag und Mittwoch stattfindenden «Conference on Global Risk, Uncertainty, and Volatility» klar. «Auf der nächsten Sitzung werden wir prüfen, ob die von uns bisher ergriffenen Massnahmen ausreichen, um die Inflation dauerhaft innerhalb des Preisstabilitätsbereichs zu halten.»
Die SNB werde die Entwicklungen rund um das Thema Inflation in den kommenden Wochen weiterhin genau verfolgen, fuhr Jordan fort. Die SNB werde pragmatisch, konsequent und entschlossen sowie im Einklang mit dem von ihr festgelegten Risikomanagementansatz agieren. Allerdings sei es in einem Umfeld mit niedrigeren Inflationsraten und höheren Zinsen wesentlich schwieriger geworden, das Risiko einer zu starken Straffung gegen das Risiko einer zu geringen Straffung abzuwägen.
Grosse Unsicherheiten
Derzeit sei die Unsicherheit darüber gross, wie sich die derzeitigen geopolitischen Spannungen auf die Weltwirtschaft auswirken werden, warnte Jordan weiter. Auch auf diese Risiken müsse die Geldpolitik vorbereitet sein und die Notenbanken müssten für verschiedene Risikoszenarien Antworten bereithalten. Pragmatismus in der Geldpolitik habe den Notenbanken weltweit zuletzt auch im Kampf gegen die Inflation geholfen. Die Geldhüter dürften nicht zu vorschnell auf «überraschende» Entwicklungen der Wirtschaftsdaten reagieren.
Vielmehr gelte es, in der Geldpolitik eine mittelfristige Sichtweise beizubehalten und diese Stossrichtung der Öffentlichkeit und den Finanzmärkten laufend darzulegen, hielt Jordan weiter fest. «Die SNB hat klar kommuniziert, dass ihr Hauptaugenmerk auf der Gewährleistung der Preisstabilität liegt. Wir werden nicht zögern, die Geldpolitik wenn notwendig weiter zu straffen, um die Inflation dauerhaft unter 2 Prozent zu halten.»
Zudem sei der Meinungsaustausch sowie der Austausch von Forschungsergebnissen zwischen Ökonomen und Universitäten in unsicheren Zeiten umso wichtiger, sagte Jordan mit Blick auf die Konferenz.
(AWP)

5 Kommentare
Herr Jordan begründet mit jedem Vortrag und mit jeder Entscheidung seine eigene, wichtige und hoch bezahlte Tätigkeit. Bis zu den weltweiten Gründungen der Zentralbanken anfangs des 20-ten Jahrhundert gab es keine Ökonomen, aber eine stürmische Entwicklung der Volkswirtschaften mit jährlichen hohen Zuwächsen und entsprechender Wohlstands-Vermehrung. Der Eisenbahnbau mit allen Zuliefer-Industrien hat sich in einer freien Marktwirtschaft, ohne die Eingriffe von Ökonomen, entwickelt. Die Eingriffe der Zentralbanken verursachen weltweit Überhitzungen und Krisen in der Wirtschaft, die sich katastrophal für die unteren Einkommens-Schichten auswirken. Ein weiterer Faktor ist das sture festhalten am FIAT-Geldsystem, das gerade von den Zentralbanken hochgejubelt wird. Dass diese Politik aber immer in die Hyperinflation führt zeigen die ca. 500 weltweiten, seit der Erfindung von diesem unseligen Geld-System um 1294 in Persien, Vorkommnisse. Dass die Zentralbanken selber nicht an die Zukunft das Papiergeldes glauben, zeigen die hohen Gold-Zukäufe seit 2022. Nur Gold ist Geld, alles Andere sind Schuldscheine.
Man fragt sich , ob Herr Jordan überhaupt die Zusammenhänge versteht … ?!
oder welcher Klientel das nützt und ihn dafür entlohnt ?
Kein Vorwurf … einfach nur mal laut nachgedacht
Besteht die Möglichkeit (Möglichkeitsform), dass der SNB "Chef" nicht nur ein Angsthase ist, sondern Inkompetent (es besteht die Unschulds- vermutung). Bollhalder hat es richtig geschrieben !! Die Teuerung kommt aber auch davon, dass die KMU's, Detalisten, etc. Ihre Gewinn- marge erhöht haben und sich somit die Taschen noch mehr füllen als schon vorher und dies unter dem Deckmantel der Kriege, etc. !
Die Angsthasenpolitik von Thomas Jordan und seinen SNB Kollegen ist immer noch präsent. Was kann er denn mit Zinserhöhungen gegen höhere Krankenkassenprämien und höhere Energiepreise insbesondere auch hohe Strompreise ausrichten? Nichts. Er macht nur unser Leben durch steigende Hypozinsen und Mietpreise schwerer. Zudem würgt er die Wirtschaft ab. Mehr Mut bitte, Herr Jordan!