Auf vergleichbarer kombinierter Basis stieg der Umsatz um 7,8 Prozent auf 818,3 Millionen Franken. Zu konstanten Wechselkursen entsprach dies einem Plus von 11,6 Prozent, wie SoftwareOne am Mittwoch mitteilte. Dabei halfen auch Synergien aus der Übernahme des norwegischen Konkurrenten Crayon.

Der bereinigte Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) erhöhte sich um satte 31,7 Prozent auf 203,8 Millionen Franken, die entsprechende Marge auf 24,9 von 20,4 Prozent.

Unter dem Strich stieg der bereinigte Nettogewinn auf 70,6 Millionen von 29,6 Millionen Franken.

Die Zahlen beruhen auf einer vergleichbaren kombinierten Basis, als wäre der im Juli 2025 abgeschlossene Kauf des norwegischen Konkurrenten Crayon bereits Anfang 2024 vollzogen worden.

Channelgeschäft treibt Wachstum

Das Wachstum wurde dabei laut den Angaben von allen drei Geschäftssegmenten getragen. Besonders zugelegt hat die Sparte Software & Cloud Channel, welche währungsbereinigt um 35,6 Prozent wuchs. Aber auch die Sparten Software & Cloud Services (+17,4 Prozent) und Software & Cloud Direct (+1,5 Prozent) konnten zulegen.

Regional hebt das Unternehmen die positive Entwicklung in Nordamerika hervor. In diesem Schlüsselmarkt stiegen die Verkäufe um 8,6 Prozent. Massgeblich dazu beigetragen habe das Channel-Geschäft, das sein Ergebnis gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt habe.

Integration weitgehend abgeschlossen

Die Integration von Crayon sei im Wesentlichen abgeschlossen, hiess es weiter. Im zweiten Quartal erreichte das Unternehmen Run-Rate-Kostensynergien von 100 Millionen Franken. Weitere Synergien von 5 bis 10 Millionen Franken sollen im zweiten Halbjahr realisiert werden.

Einzelne Integrationsprojekte, etwa bei IT-Systemen, Rechtsstrukturen und Prozessen, sollen noch bis Ende 2027 laufen. Für das zweite Halbjahr werden Integrationskosten von rund 20 Millionen Franken erwartet.

Neue Führungsstruktur

Gleichzeitig baut SoftwareOne seine Organisation um. Ab dem 1. September wird die regionale Struktur unter drei Regional Presidents gebündelt. Regina Manfredi übernimmt die Region Americas, Rico Andreoli die Region EMEA und Varun Paliwal bleibt für APAC zuständig.

Zudem wird Guðmundur Aðalsteinsson neuer Chief Channel & Ecosystems Officer. Alle vier ziehen in die Geschäftsleitung ein. Der bisherige Chief Operating Officer Oliver Berchtold habe sich derweil entschieden, das Unternehmen zu verlassen. Mit der neuen Struktur sollen laut SoftwareOne die Verantwortlichkeiten klarer und die Entscheidungswege kürzer werden.

Ziele bestätigt

Für 2026 bestätigt SoftwareOne die Prognose. Erwartet werden ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum im mittleren bis hohen einstelligen Bereich, eine bereinigte EBITDA-Marge von über 23 Prozent und eine Cash Conversion von über 60 Prozent.

Bis 2030 peilt das Unternehmen ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum im hohen einstelligen Bereich und eine ausgewiesene EBITDA-Marge von über 28 Prozent an.

(AWP)