Solarzulieferer - Langjähriger Aktionär meldet sich bei Meyer Burger zurück

Für die Credit Suisse ist die Meyer-Burger-Aktie offiziell ein Verkauf. Da mutet es etwas merkwürdig an, dass die CS-Fondstochter beim Solarzulieferer zuletzt wieder Titel zugekauft hat.
15.11.2019 09:48
Von Lorenz Burkhalter
Der Hauptitz von Meyer Burger.
Der Hauptitz von Meyer Burger.
Bild: ZVG

Nach der hitzig geführten Debatte rund um die Zuwahl eines Aktionärsvertreters in den Verwaltungsrat ist bei Meyer Burger wieder Ruhe eingekehrt. Reihte sich beim Solarzulieferer vor der ausserordentlichen Generalversammlung von Ende Oktober eine Erfolgsmeldung an die nächste, herrscht seither Nachrichtenflaute.

Nun meldet sich mit Credit Suisse Funds eine langjährige Aktionärin bei Meyer Burger zurück. Wie einer Offenlegungsmeldung entnommen werden kann, hat die Fondstochter der Credit Suisse zuletzt wieder Aktien zugekauft und hält neuerdings 3,09 Prozent der Stimmen. In den letzten Jahren hielt sie in der Spitze sogar mehr als 5 Prozent der Stimmen. Erst im September reduzierte Credit Suisse Funds die Beteiligung allerdings überraschend auf unter 3 Prozent.

Beobachter begrüssen den Beteiligungsausbau zwar, zeugt dieser doch von Zuversicht seitens der langjährigen Aktionärs. Dennoch erweisen sich die Neuigkeiten für die Meyer-Burger-Aktie als ein Nullsummenspiel. Zur Stunde kann sich sie sich mit 0,4248 Franken knapp behaupten.

Credit Suisse rät eigentlich zum Verkauf der Aktie

Mitunter ein Grund hierfür ist die pessimistische Einschätzung der Zukunftsaussichten des Solarzulieferers durch den Credit-Suisse-eigenen Analysten. Er empfiehlt die Aktie von Meyer Burger seit Dezember 2018 mit "Underperform" zum Verkauf. Zuletzt lautete das 12-Monats-Kursziel gerade mal 39 Rappen. Sollte die Auftragsflaute andauern und sollten das Unternehmen bei der Umsetzung der angekündigten Neuausrichtung auf Probleme stossen, sieht er den Kurs der Aktie gegebenenfalls sogar bis auf 30 Rappen fallen.

Dass die Schweizer Grossbank die Meyer-Burger-Aktie auf der einen Seite zum Verkauf empfiehlt, ihre Fondstochter auf der anderen Seite aber eine bedeutende Beteiligung hält und an steigende Kurse glaubt, sorgt bei Beobachtern für etwas Verwirrung.

Zumindest mit der Verkaufsempfehlung lag die Credit Suisse im laufenden Jahr goldrichtig. Etwas weniger Glück hatte die Anlagekundschaft der Fondstochter. Denn seit einem Vorstoss auf fast einen Franken in den ersten Januar-Wochen, zeigt die Kursentwicklung kontinuierlich nach unten. Zuletzt kostete die Aktie keine 0,43 Franken mehr. Seit Jahresbeginn errechnet sich ein sattes Minus von fast 30 Prozent.

 

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