Laut den Strategen von Goldman Sachs wird der S&P 500 im nächsten Jahr auf ein Rekordhoch von 5100 Punkten steigen. Dies, da die Inflation weiter sinken und die lockere Geldpolitik der US-Notenbank Fed die Realzinsen niedrig halten und die Bewertungen stützen werde.
Das neue Ziel für Ende 2024 spiegelt ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von mehr als 19 wider, schreibt das Team unter der Leitung von David Kostin in einer Notiz. Das 3-Monats-Ziel von Goldman liegt bei 4800 und das 6-Monats-Ziel bei 4900 Zählern. Kostin hatte zuvor erwartet, dass der S&P 500 das Jahr 2024 bei 4700 Punkten beenden würde.
Die in der vergangenen Woche veröffentlichten ermutigenden Wirtschaftsdaten wie der Konsumentenpreisindex und der Produzentenpreisindex stützen die nach oben korrigierten Aktienmarktprognosen von Goldman Sachs, so die Strategen. "Die Aktien preisten bereits eine positive Wirtschaftsaktivität ein, spiegeln nun aber einen noch robusteren Ausblick wider."
Der Hintergrund eines sich verbessernden Wachstums und sinkender Zinsen dürfte Aktien mit schwächeren Bilanzen unterstützen, insbesondere solche, die auf das Wirtschaftswachstum reagieren, argumentiert Kostin. Die Strategen sehen sogar ein Aufwärtsrisiko für ihre über dem Konsens liegende Gewinnschätzung für den S&P 500, die für 2024 ein jährliches Wachstum von 5 Prozent auf 237 US-Dollar vorsieht.
Die finanziellen Bedingungen haben sich seit Oktober "erheblich gelockert" und dürften die Wirtschaftstätigkeit und die Unternehmensgewinne unterstützen. Die verbesserten makroökonomischen Aussichten können dazu führen, dass im Jahr 2024 mehr Börsengänge stattfinden, was die Aktienperformance in den nächsten 12 Monaten aber nicht beeinträchtigen wird, da die Anleger ihre Bestände von Barmitteln auf Aktien umstellen.
(Bloomberg)
