SpaceX vereinbarte am Donnerstag den Kauf ⁠eines landesweiten Portfolios an Niederfrequenz-Spektren, um künftig Mobilfunkverbindungen direkt aus dem ‌All auf Smartphones anzubieten. Verkäufer der ‌800-Megahertz-Frequenzen ist der Finanzinvestor ​Grain Management, der sein Portfolio vollständig abgibt. Finanzielle Details wurden nicht genannt.

Mit dem Zukauf überwindet SpaceX des Unternehmers Elon Musk eine der grössten technischen Hürden ‌für satellitengestützte Mobilfunknetze. Die Niederfrequenzen können Hindernisse wie Wände oder Bäume besser durchdringen. Sie sollen das bestehende globale ​2-Gigahertz-Spektrum von Starlink Mobile ergänzen, das für ​hohe Bandbreiten ausgelegt ist. ​Das Geschäft muss noch von der US-Kommunikationsbehörde FCC genehmigt werden.

An ‌der Börse sorgte der Vorstoss für Unruhe, da Investoren einen aggressiven Preiskampf auf dem ohnehin gesättigten US-Mobilfunkmarkt ​befürchten. ​Aktien von T-Mobile US, Verizon ⁠und AT&T fielen im ​nachbörslichen US-Handel um jeweils ⁠mehr als fünf Prozent.

In dieser Woche hatte ‌die Behörde FCC zudem den Antrag für die zweite Satelliten-Generation von Starlink Mobile genehmigt. Damit ‌darf SpaceX 15.000 Satelliten ins All ​bringen, die weltweit für das 2-Gigahertz-Spektrum optimiert sind.

(Reuters)