Die Stimmberechtigten haben sich für eine «Light-Variante» bei den Hochhäusern ausgesprochen. Der Vorschlag des Parlaments schränkt vor allem Gebiete für 40-Meter-Hochhäuser stark ein.
Zwar nahmen die Stimmberechtigten die Vorlagen von Gemeinderat und Stadtrat an. Die Vorlage des Gemeinderats erreichte einen Ja-Anteil von 62,6 Prozent, die des Stadtrats 37,5 Prozent. In der Stichfrage entschieden sie sich mit 62,8 Prozent für die Variante Gemeinderat. Die Stimmbeteiligung lag bei 45,8 Prozent.
Die Stadt legt neu fest, in welchen Gebieten Hochhäuser bis 40, 60 oder 80 Meter hoch gebaut werden dürfen. Der Stadtrat wollte die Hochhausgebiete ungefähr gleich gross belassen wie heute. So sollte es zwar weniger Gebiete für 80-Meter-Häuser geben. Aber es sollte in deutlich mehr Gebieten möglich sein, Gebäude bis 40 Meter zu bauen. Beispielsweise in Schwamendingen, Albisrieden oder Seebach.
Der Gemeinderat wollte 40-Meter-Häuser aber nur an wenigen ausgewählten Orten ermöglichen. Neben den linken Parteien SP, Grüne und AL war auch die SVP gegen mehr 40-Meter-Zonen. Auch soll es nun für Häuser ab 60 Metern zwingend einen Gestaltungsplan brauchen. Die Parteien argumentieren etwa damit, dass Hochhäuser keinen günstigen Wohnraum bringen würden oder sie nicht quartierverträglich seien.
Hochhäuser müssen «verträglich» sein
Nachdem das Parlament den Vorschlag des Stadtrats zerzaust hatte, reichte dieser seine Vorlage als Gegenvorschlag wieder ein. FDP, GLP und Mitte standen ebenfalls dahinter.
Allgemein gilt, dass ein Hochhaus möglichst «verträglich» sein soll. Auch soll es nicht zwingend in allen definierten Gebieten Hochhäuser geben, der Stadtrat spricht von «Möglichkeitsgebieten».
(AWP)

