Der US-Pharmakonzern Merck & Co hat dank einer starken Nachfrage nach seinem Blockbuster-Krebsmedikament Keytruda die Erwartungen übertroffen und seine Jahresprognose angehoben. Der Umsatz sei im dritten Quartal auf 18,1 Milliarden Dollar gestiegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Analysten hatten im Schnitt nur mit 17,3 Milliarden Dollar gerechnet.
Der bereinigte Gewinn je Aktie habe bei 2,49 Dollar gelegen und damit ebenfalls über den Schätzungen von 2,08 Dollar. Für das Gesamtjahr rechnet Merck nun mit einem Umsatz zwischen 66,8 und 67,3 Milliarden Dollar und einem bereinigten Gewinn je Aktie von 2,77 bis 2,82 Dollar.
Treibende Kraft sei erneut das Krebsmittel Keytruda gewesen, dessen Umsatz um sechs Prozent auf 8,6 Milliarden Dollar kletterte und damit die Erwartungen übertraf. Auch der HPV-Impfstoff Gardasil habe sich mit einem Umsatz von knapp zwei Milliarden Dollar besser verkauft als erwartet. Merck steht unter Druck, sein Portfolio zu diversifizieren, da der wichtige Patentschutz für Keytruda ab 2028 ausläuft. Der Konzern hat daher Milliarden in Zukäufe und Lizenzvereinbarungen investiert, um die erwarteten Umsatzeinbussen durch Konkurrenzprodukte auszugleichen.
(Reuters)

