Die Aktie des New Yorker Unternehmens legte am Mittwoch im vorbörslichen Handel an der Wall Street um fast acht Prozent zu. Für das Geschäftsjahr 2027 rechne der Eigentümer von Marken wie Clinique und M.A.C mit einem bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 3,10 und 3,35 Dollar und liegt damit über den Markterwartungen, wie der vor rund 120 Jahren gegründete Konzern mitteilte. Zudem übertraf der Umsatz im abgelaufenen vierten Quartal mit 3,63 Milliarden Dollar die Erwartungen von 3,54 Milliarden Dollar.
Hintergrund der Zuversicht ist eine robuste Nachfrage von wohlhabenden und jüngeren Kunden, insbesondere nach Trendartikeln, Luxus-Düften und Hautpflegeprodukten. Marken wie Le Labo und Balmain Beauty treiben das Geschäft an. Allein die Luxus-Parfümmarken Le Labo und Tom Ford sorgten im vierten Quartal für ein Umsatzwachstum von zehn Prozent. Die klassische Kollektion von Le Labo, bei der 50-Milliliter-Parfums für 250 Dollar verkauft werden, profitierte von erweiterten Vertriebskanälen und einer gezielten Ansprache neuer Käuferschichten.
Die Strategie «Beauty Reimagined» von Vorstandschef Stephane de La Faverie geht offenbar auf. Diese sieht unter anderem schnellere Produkteinführungen im Premium-Segment, eine gestraffte Lieferkette und höhere Investitionen in Innovation und Marketing vor. Zudem hätten dem Konzern Rückerstattungen in Höhe von 38 Millionen Dollar geholfen, um Belastungen aus dem Nahost-Konflikt und Zöllen abzufedern. Im Mai waren Gespräche über eine Fusion mit dem Jean-Paul-Gaultier-Eigner Puig gescheitert.
(Reuters)

