Wie das viertgrösste US-Geldhaus am Dienstag mitteilte, stieg der Nettogewinn in den drei Monaten bis Ende September auf 5,95 Milliarden Dollar von 5,59 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Zinsüberschuss kletterte um fünf Prozent auf 12,52 Milliarden Dollar.
Das Institut profitiert davon, dass die US-Notenbank Fed eine regulatorische Obergrenze für die Bilanzsumme aufgehoben hat. Dadurch hat Wells Fargo mehr Spielraum, um Kredite zu vergeben. Vor allem bei Kreditkarten und Autokrediten verzeichnete die Bank Zuwächse infolge einer hohen Ausgabenbereitschaft der Verbraucher.
Zudem stützen Investitionen der US-Unternehmen in Künstliche Intelligenz (KI) und ein stabiler Arbeitsmarkt die US-Wirtschaft. Wells-Fargo-Finanzchef Mike Santomassimo hatte im vergangenen Monat darauf verwiesen, dass die Entwicklung bei der Kreditvergabe solide bleibe, obwohl höhere Kosten die Budgets der Privathaushalte belasten könnten.
An der Börse waren US-Bankenaktien zuletzt jedoch unter Druck geraten, da Anleger negative konjunkturelle Folgen durch weitere mögliche Zinserhöhungen der Fed fürchten. Analysten erwarten zwar, dass die hohen Anleiherenditen den Zinsüberschuss von Wells Fargo vorerst stützen dürften. Steigende Refinanzierungskosten könnten das wirtschaftliche Wachstum aber dämpfen.
(Reuters)

