Steigenberger Hotels verdoppeln ihre Schweiz-Präsenz

In der Schweiz plant die Steigenberger-Hotel-Gruppe die Eröffnung neuer Hotels. CEO Puneet Chhatwal nennt favorisierte Standorte. Im cash-video-Interview äussert er sich zudem zum Umbau des Belvédère in Davos.
26.06.2013 16:27
Von Frédéric Papp
Puneet Chhatwal, CEO Steigenberger Hotels, im cash-Video-Interview.
Bild: cash

Derzeit gibt es drei Steigenberger-Hotels in der Schweiz, und zwar in Zürich, Gstaad und Davos. Doch bei diesen drei Standorten soll es nicht bleiben. Steigenberger hat hierzulande Grosses vor.

"Wir wollen unsere Präsenz in der Schweiz bis Ende 2015 im Minimum verdoppeln", sagt Puneet Chhatwal im Gespräch mit cash. Es kämen somit mindestens drei neue Hotels hinzu mit einer Kapazität von 500 Zimmern hinzu, so Chhatwal, der seit Jahresbeginn das Zepter bei der Hotelgruppe führt.

Geplant sei die Eröffnung von Hotels nach dem Vorbild des Intercity-Konzepts in Deutschland. Dabei handelt es sich um Hotels im Mittelklasse-Bereich (drei Sterne) an Verkehrsknotenpunkten wie Bahnhöfen und Flughäfen. Die Steigenberger-Gruppe führt weltweit 34 Hotels unter der Marke Intercity.

Basel, Zürich und Genf

"Für die Schweiz fokussieren wir uns zunächst auf Standorte im deutschsprachigen Raum", sagt der CEO und präzisiert: "Wir favorisieren die Standorte Basel und Zürich." Auch im Luxusbereich soll mindestens ein neues Haus hinzukommen: "Wir würden gerne ein Hotel in Genf eröffnen", sagt Chhatwal. Die drei Hotels sollen je zwischen 120 bis 150 Zimmer umfassen.

Die Expansion lassen sich die Investoren von Steigenberger Hotels einiges Kosten. Ein Zimmer nach dem Intercity-Konzept schlägt nach Angaben von Chhatwal mit 120'000 Franken zu Buche. Und im Luxussegment müssten 250'000 Franken veranschlagt werden, rechnet der CEO vor. Summa summarum käme man bei 150 Luxuszimmern und 300 Mittelklassezimmern auf einen Investitionsbetrag von rund 75 Millionen Franken.

Attraktiver Schweizer Markt

"Die Schweiz gilt als sicheres und Investmentpflaster und ist deshalb für Investoren ein attraktiver Markt", sagt Chhatwal. Mit den drei Schweizer Standorten habe man in den letzten drei Jahren trotz teils schwierigen Umständen Geld verdient, so Chhatwal.

Die älteste Hotelgruppe Deutschlands, die 1930 von Albert Steigenberger gegründe wurdet, kauft in der Regel ihre Hotels nicht selber, sondern operiert als klassische Betreiberin. Insgesamt führt die Hotel-Gruppe 81 Häuser in sechs verschiedenen Ländern. Noch in diesem Jahr öffnet in Chinas Hauptstadt Peking ein weiteres Hotel seine Türen.

 

Im Video-Interview äussert sich Chhatwal zum Stand des Umbaus des Steigenberger Belvédère in Davos und und sagt, wer dieses traditionelle WEF-Hotel in Zukunft führen wird.