Ein 1,98-prozentiges Plus hievt den Swiss Market Index (SMI) am Mittwoch um 17 Uhr auf 15'035,39 Punkte hoch. Der Leitindex stand noch nie in seiner Geschichte so hoch wie heute.
Die Avancen des SMI und seiner Einzelwerte gehen wesentlich auf die Resultate der US-Zwischenwahlen zurück. Sie haben Unsicherheit eingedämt, sodass der Blick die Investoren sich wieder verstärkt auf Unternehmenszahlen und wirtschaftliche Fundamentaldaten fokussieren könne, heisst es am Markt.
Eine solche Wirkung der Wahlen in Übersee, bei denen die Demokraten die Mehrheiten in Senat und Repräsentantenhaus gewinnen, blieb zunächst aus. Im frühen Handel bewegte sich der SMI wie auch der Swiss Performance Index (SPI) um die Nulllinie. Im Handelsverlauf schalteten die Investorinnen und Investoren dann einen Gang höher.
Neben den US-Midterms sorgen auch nachlassende Rohölpreise für Zuversicht. Die Referenzsorte Brent wird aktuell knapp 5 Prozent tiefer zu 99,18 Dollar je Fass gehandelt.
Während der SMI die 15'000-Punkte-Schwelle überquert hat, ist der SPI am heutigen Handelstag erstmals über 21'000 Zähler geklettert. Derweil ziehen auch die US-Börsen deutlich an. So verbessert sich der marktbreite S&P 500 um 1,5 Prozent, der Nasdaq 100 um 1,2 Prozent und der Dow-Jones-Index um 2,5 Prozent.
Die Reaktion der Markte umittelbar nach dem Urnengang in den USA ist nicht untypisch: «Wahlen wie die US‑Midterms führen häufig zu kurzfristiger Volatilität», schrieb Daniel Kalt, Chefökonom Schweiz der UBS, schon am Tag vor den Wahlen in den Vereinigten Staaten. Solche Wahlen seien aber «selten der entscheidende Treiber von mittel- bis langfristigen Marktentwicklungen».

