Der Preisüberwacher hat sich mit dem Branchenprimus Swisscom auf die Verlängerung der bisherigen Preisobergrenzen um zwei Jahre geeinigt. Die bisherige Regelung läuft Ende Monat ab. Der Preisüberwacher habe nun die aktualisierten Angaben der Swisscom zu den Kosten und Einnahmen im Zusammenhang mit dem Glasfasernetz geprüft, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Newsletter des Preisüberwachers hervorgeht. Auf dieser Grundlage wurde eine Verlängerung der geltenden einvernehmlichen Regelung vereinbart.
Damit bezahlen die Swisscom-Konkurrenten wie beispielsweise Sunrise, Salt oder Init7 für die Nutzung des Swisscom-Glasfasernetzes weiterhin gleich viel wie bisher. Eine unbeleuchtete Glasfaserleitung kostet höchstens 24 Franken pro Monat (ohne Mehrwertsteuer). Der Preis ist seit 2022 unverändert.
Die neue Regelung gilt bis zum 30. September 2028. Auch die anderen einmaligen Preise wie beispielsweise die Gebühr für die Neuaufschaltung werden nicht erhöht, wie es beim Preisüberwacher auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP hiess.
Wichtig für Glasfasernetze
Ab 2027 werden sich die Swisscom und der Preisüberwacher laut den Angaben zudem regelmässig über die Berechnungsmethode für die Kosten und Tarife für die unbeleuchteten Glasfasern austauschen.
Bei der unbeleuchteten Glasfaser stellt die Swisscom den anderen Telekomanbietern die reinen Leitungen zur Verfügung. Die Konkurrenten müssen dann selber ihre eigenen Infrastrukturen, namentlich die elektronischen Komponenten, einrichten.
Damit können sie beispielsweise ihre eigenen Surfgeschwindigkeiten anbieten, die sich von jenen der Swisscom unterscheiden. Dies ist laut Angaben des Preisüberwachers für den Wettbewerb unter den Telekomanbietern in der Schweiz von grosser Bedeutung.
(AWP)

