Telekommunikation - Swisscom stellt Dropbox-Konkurrenzangebot Docsafe ein

Sieben Jahre nach dem Start beerdigt die Swisscom ihr Dropbox-Konkurrenzangebot namens Docsafe. Grund dafür ist die Erfolglosigkeit.
28.01.2021 11:29
Gebäude der Swisscom an der Aargauerstrasse in Zürich.
Gebäude der Swisscom an der Aargauerstrasse in Zürich.
Bild: cash

"Leider konnte sich die Lösung auf dem Markt nicht durchsetzen und somit nicht wirtschaftlich rentabel betrieben werden. Docsafe wird daher per Ende März 2021 eingestellt", erklärte eine Swisscom-Sprecherin am Donnerstag auf Anfrage. Zuvor hatte das Branchenportal Inside-IT darüber berichtet.

Docsafe könne bereits seit vergangenem August nicht mehr bestellt werden, sagte die Swisscom-Sprecherin. Bestehende Kunden könnten bis zur Abschaltung Ende März 2021 den vollen Leistungsumfang nutzen.

Keine vollwertige Alternative

Die Swisscom hat Docsafe im Jahr 2014 gestartet, um ein Schweizer Konkurrenzangebot zu Dropbox zu bieten. Docsafe sollte den Umgang mit Dokumenten für Unternehmen und ihre Kunden vereinfachen. Firmen und Private sollten ihre Dokumente zentral speichern können, statt sie auf Papier in verschiedenen Ordnern aufzubewahren. Via Handy, Tablet oder Computer könnten die Kunden von überall her auf ihre Dokumente zugreifen, hatte die Swisscom damals vor den Medien angekündigt.

Der "blaue Riese" wollte gemeinsam mit Drittpartnern ein digitales Netzwerk aufbauen, welches das Empfangen, Ordnen, sichere Archivieren und Wiederverwenden von Dokumenten für alle Beteiligten vereinfacht. Dies gelang offenbar nicht.

Als Alternative empfiehlt die Swisscom ihr Angebot Mycloud, das ähnliche Funktionalitäten biete. Mycloud biete jedoch keinen Passwortmanager-Service, wie das bei Docsafe der Fall sei, sagte ein Swisscom-Sprecher: "Eine konkrete Alternative können wir nicht empfehlen. Wir bieten keinen speziellen Service dafür an."

(AWP)