Ein niederländisches Gericht ⁠habe der griechischen Brauerei Macedonian Thrace Brewery (MTB) die Summe in einem ‌Rechtsstreit mit der Heineken-Tochter ‌Athenian Brewery zugesprochen, teilte ​Heineken am Mittwoch mit. Der Konzern kündigte umgehend Berufung an, da man mit der Urteilsbegründung nicht einverstanden sei. Die Forderung setzt sich aus ‌43 Millionen Euro Schadenersatz und 68 Millionen Euro an aufgelaufenen Zinsen zusammen.

Hintergrund ist das Geschäftsgebaren von ​Athenian Brewery zwischen 1998 und 2014. Die ​griechische Wettbewerbsbehörde hatte die Heineken-Tochter ​bereits 2015 wegen Missbrauchs ihrer marktbeherrschenden Stellung zu einer ‌Geldstrafe von 31,5 Millionen Euro verurteilt. In dem nun entschiedenen Zivilverfahren kritisierte Heineken, die Forderung von ​MTB ​sei unrealistisch. Das Gericht ⁠habe Annahmen über Umsatz, Preisgestaltung ​und Rentabilität von ⁠MTB in einem hypothetischen Szenario getroffen. «Wir glauben nicht, ‌dass der zugesprochene Schadenersatz diese Überlegungen angemessen widerspiegelt», teilte der Brauereikonzern mit.

(Reuters)