Eine wachsende Nachfrage nach Computerchips für Rechenzentren verhilft Texas Instruments (TI) zu ‌einem ⁠überraschend starken Quartalsergebnis. Der Umsatz sei um 23 Prozent auf ⁠5,46 Milliarden Dollar gestiegen, teilte Haviv Ilan, der Chef des Halbleiterherstellers, ‌am Mittwoch mit. Der Gewinn je ‌Aktie habe sich sogar ​um 52 Prozent auf 2,14 Dollar erhöht.

Für das laufende Vierteljahr stellte Ilan Erlöse von 5,65 bis 6,15 Milliarden Dollar und einen Gewinn zwischen 2,23 und 2,57 Dollar je ‌Aktie in Aussicht. Diese Vorhersagen übertrafen die Markterwartungen teilweise. Die TI-Aktie fiel dennoch im nachbörslichen Handel an der Wall Street ​um 2,5 Prozent. Die Erwartungen an die ​Technologiebranche seien sehr hoch, sagte Anlagestratege ​Carsten Klude vom Bankhaus MM Warburg. Daher quittierten Investoren auch solide ‌Ergebnisse häufig mit Gewinnmitnahmen.

TI produziert keine KI-Hochleistungsprozessoren wie Nvidia, sondern unter anderem Halbleiter für die Steuerung der Stromversorgung von Servern. ​Der ​US-Konzern hat zudem analoge Chips ⁠im Programm, die Signale wie ​Temperatur oder Licht in ⁠digitale Daten umwandeln. Die Geschäftszahlen von TI gelten als ‌Indikator für die Nachfrage in vielen Branchen, da die Chips in etlichen Produkten verbaut werden.

(Reuters)