Trotz hohem Gewinn: Zurich-Aktie kaum verändert

Zurich Insurance Group hat 2012 einen Gewinn erzielt, der die Erwartungen deutlich übertroffen hat. Das gibt der Aktie aber keinen Schub.
14.02.2013 09:22
Zurich-CEO Martin Senn schaut auf ein überraschend gutes Jahr zurück.

Der Versicherungskonzern Zurich Insurance Group hat im Geschäftsjahr 2012 einen operativen Gewinn (Business Operating Profit - BOP) von 4,08 Mrd USD erzielt. Zum Vorjahr entspricht dies einem Rückgang um 4%, wie die Zurich am Donnerstag mitteilt. Der Reingewinn wuchs um 3% auf 3,88 Mrd USD. Den Aktionären wird wie im Vorjahr die Ausschüttung einer Dividende in der Höhe von 17 CHF je Aktie vorgeschlagen.

Mit den Jahreszahlen übertraf die Zurich die Markterwartungen klar. Im Vorfeld hatten Analysten im Durchschnitt der Prognosen (AWP-Konsens) einen Reingewinn von 3,30 Mrd USD, einen BOP von 3,87 Mrd und eine Combined Ratio von 99,1% erwartet. Die Vorgaben für das Eigenkapital lagen bei 35,1 Mrd.

Trotz der positiv überraschenden Zahlen notiert die Aktie mit einem Plus von 0,2 Prozent praktisch unverändert. 

Sonderfaktoren belasteten

Das operative Ergebnis belastet haben die Kosten für den Wirbelsturm 'Sandy' und die im dritten Quartal getätigten Reservestärkung in der deutschen Schadenversicherung, während die Auflösung von Reserven für frühere Jahre das Resultat stützten. Die Reservenauflösungen seien aber weniger vorteilhaft als in den Vorjahren ausgefallen, so die Mitteilung. Trotz dem anhaltend schwierigen Umfeld habe die Zurich eine solide Leistung gezeigt, wird CEO Martin Senn in der Mitteilung zitiert.

Der Gruppenumsatz mit Bruttoprämien, Policengebühren, Beiträgen mit Anlagecharakter und Managementgebühren erhöhte sich um 6,6% auf 73,1 Mrd USD. In der Schadenversicherung wuchsen die Prämieneinnahmen um 3% auf 35,6 Mrd und die Combined Ratio verbesserte sich leicht auf 98,4% nach 98,9% im Vorjahr. In der Lebensparte Global Life wuchs das Geschäftsvolumen um 9% auf 30,3 Mrd.

Positiver Blick in die Zukunft

Das Eigenkapital erhöhte sich um 10% auf 34,5 Mrd, womit sich zum BOP eine Rendite von 9,3% (10,2%) errechnet. Der Quotient zum Swiss Solvency Tests (SST) lag per Jahresende gegenüber dem September-Wert bei unverändert 178%. Bei den Kapitalanlagen verbesserte sich die Gesamtanlagerendite deutlich auf 7,0% von zuvor 5,3%.

An der eingeschlagenen Strategie, das Geschäft in Wachstumsmärkten auszudehnen und verlässliche Leistungen in gesättigten Märkten zu erbringen, will der Versicherer festhalten. "Unsere starke zugrunde liegende Rentabilität stellt sicher, dass wir 2013 weiterhin Mehrwert für unsere Kunden, Mitarbeitenden und Aktionäre schaffen werden", so Senn mit Blick in die Zukunft.