UBS schüttelt Top-Management durch

«Kostensenker» Ulrich Körner wird ab 2014 neuer Leiter des UBS Asset Management. Finanzchef Tom Naratil übernimmt dessen Aufgaben als Chief Operating Officer und übt in Zukunft eine Doppelrolle aus.
05.12.2013 10:38
Von Daniel Hügli
Tom Naratil weitet seine Macht bei der UBS aus.
Tom Naratil weitet seine Macht bei der UBS aus.
Bild: Bloomberg

Ulrich Körner (51) wird neuer CEO der UBS-Sparte Global Asset Management, wie die Bank am Donnerstagmorgen mitteilt. John Fraser (62), seit 2001 Chairman und CEO Asset Management, trete als CEO dieser Geschäftseinheit zurück, behalte aber die Position als deren Chairman.

Tom Naratil (51) übernimmt Körners bisherige Funktion als Group Chief Operating Officer (COO) zusätzlich zu seiner jetzigen Funktion als Finanzchef. Der US-Amerikaner Naratil wird also künftig eine Doppelrolle bei der UBS ausüben und viele Bereiche überblicken.

Denn die Funktion als COO beinhaltet laut UBS-Mitteilung künftig die Bereiche Group Technology, Group Operations, Corporate Services sowie das Industrialisierungsprogramm der Bank. Ausserdem werde Corporate Development neu im CFO-Bereich angesiedelt sein.

Körner wird derweil die als langweilig geltende Sparte Asset Management zugeschoben. Die Sparte erzielte im dritten Quartal 2013 einen Vorsteuergewinn von 118 Millionen Franken. Der Vorsteuergewinn des Investmentbanking war fast doppelt so hoch, das Wealth Management hatte einen Profit von 555 Millionen Franken. Das Asset Management hatte im dritten Quartal Nettoabflüsse von 3,9 Milliarden Franken.

Aktie steigt

Als Group COO habe Körner bei einer Anzahl von wichtigen strategischen Initiativen federführend mitgewirkt, schreibt die UBS in der Mitteilung. Dazu gehörten die Neuausrichtung des Corporate Center, Entwicklung und Aufbau des Industrialisierungsprogramms sowie die Kostensparbemühungen von UBS, die seit 2009 Effizienzgewinne in Höhe von mehreren Milliarden Franken gebracht hätten.

Körner bleibt Leiter der UBS-Marktregion Europa und Middle East. Er ist seit April 2009 Mitglied der UBS-Konzernleitung. Zuvor war Körner seit 1998 bei der Credit Suisse tätig. Als es ab 2006 um die Nachfolge des damaligen CEO Oswald Grübel ging, war Körner einer der Top-Favoriten. Körner verliess die CS im Jahr 2009. Grübel war es denn auch, der als UBS-CEO Körner zur grössten Schweizer Bank holte.

Weiter gibt es per Anfang 2014 einige Änderungen an der Corporate-Center-Organisation. Group HR, Communications & Branding sowie Group Regulatory Relations & Strategic Initiatives (GRR&SI) werden demnach direkt an CEO Sergio Ermotti berichten. Und die Bereiche Compliance und Operational Risk Control werden in einer neuen, dem Chief Risk Officer Philip Lofts unterstellten Einheit zusammengelegt.

Diese neue Einheit werde weiterhin eng mit Legal unter der Leitung von Markus Diethelm zusammenarbeiten, da sich die Aufgabengebiete beider Organisationen ergänzten, wie es heisst. Ausserdem werde die Funktion Group Security Services neu im Group Chief Risk Officer-Bereich angesiedelt sein.

Die Aktie der UBS steigt am Donnerstag an der SIX um 0,8 Prozent.

(mit Material von AWP)