Uhren-Zulieferer - Die Uhrenindustrie steckt in einer strukturellen Krise

Die Probleme der Uhrenindustrie gehen tiefer: Sie stecke in einer strukturellen Krise, sagt Pierre-Olivier Chave, Verwaltungsratspräsident der Uhrenzulieferin PX Group aus La-Chaux-de-Fonds.
26.05.2017 10:57
Omega-Uhren im Markenshop in Luzern.
Omega-Uhren im Markenshop in Luzern.
Bild: cash

Die Schwierigkeiten seien langanhaltender als in früheren Krisen. Die aktuelle Krise sei damit konjunkturell bedingt, sondern rühre von strukturellen Überkapazitäten, sagte Chave in einem Interview mit der Westschweizer Wirtschaftszeitung "L'Agefi", das am Freitag veröffentlicht wurde.

Verstärkt würde die Krise von weiteren Faktoren wie den strengeren Kriterien für das Swiss-Made-Label und der Marktsättigung bei den Uhrwerken. Derzeit finde nun eine grosse Umwälzung statt: Die Industrie erlebe eine wachsende Kluft zwischen den Marken, bei denen es rund laufe und den anderen.

Dennoch zeigte sich der Gründer der PX Group zuversichtlich für die momentane Geschäftslage: Kurzfristig sehe er eine Entspannung, aber die Situation bleibt alles andere als rosig. Die PX Group ist ein bedeutender Zulieferer für die Uhrenindustrie und anderen Unternehmen in der Mikroindustrie.

(AWP)