Die Schweizer Uhrenbranche hat sich im August wieder stärker entwickelt. Die hiesigen Uhrenhersteller verkauften mehr Zeitmesser ins Ausland als noch im entsprechenden Vorjahresmonat.

Im August 2023 stiegen die Uhrenexporte im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,0 Prozent auf 1,82 Milliarden Franken, wie das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) und der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie (FH) am Dienstag mitteilten.

Im Vormonat hatte ein Rückgang den bis dahin positiven Trend unterbrochen. So war im Juli ein Minus von 0,9 Prozent registriert worden, nachdem im Juni noch ein starkes Plus von 14,0 Prozent erzielt wurde. Auf kumulierter Basis (Januar bis August) beträgt das Plus zum Vorjahr 9,2 Prozent.

Der Uhrenverband sieht in der Entwicklung eine Bestätigung der Normalisierung des Wachstums, das für die zweite Jahreshälfte erwartet werde. Insgesamt sollte dies einen zwar nicht mehr so nachhaltigen, aber dennoch signifikanten Anstieg für die Branche im Vergleich zum Vorjahr bedeuten.

Die Entwicklung wurde vor allem durch den starken Anstieg in der Kategorie «Andere Metalle» (+27,7 Prozent) beeinflusst. Aber auch Uhren aus Edelmetall (+3,8 Prozent) oder Bimetall (+5,0 Prozent) legten zu. Derweil zeigten sich Uhren aus Stahl im Vorjahresvergleich relativ stabil.

Deutlich zulegen konnten bei den Ländern die USA (+13,5 Prozent) und Hongkong (+29,0 Prozent). Aber auch Grossbritannien (+21,5 Prozent) entwickelte sich positiv. China hingegen habe immer noch zu kämpfen (-27,3 Prozent).

Mit Blick auf die Preiskategorien wurde im günstigen Segment der Uhren unter 200 Franken ein kräftiger Anstieg um 11,6 Prozent erzielt, während das mittlere Preissegment mit Uhren zwischen 200 und 3000 Franken schwächer abschnitt (-3,2 Prozent). Teure Uhren legten indes ebenfalls deutlich zu (+5,1 Prozent).

(AWP)