UPC-Übernahme - Aktionär will Sunrise-Präsident Peter Kurer absetzen

In der Auseinandersetzung um die Übernahme von UPC fordert Grossinvestor Axxion die Absetzung von Sunrise-Verwaltungsratspräsident Peter Kurer.
10.09.2019 10:43
Peter Kurer war von April 2008 bis April 2009 VR-Präsident der UBS, seit April 2016 ist er VR-Präsident bei Sunrise
Peter Kurer war von April 2008 bis April 2009 VR-Präsident der UBS, seit April 2016 ist er VR-Präsident bei Sunrise
Bild: zvg sunrise

Bei Sunrise gibt es weitere Kritik an Teilen des Verwaltungsrats. So fordert die Luxemburger Fondsgesellschaft und Aktionärin Axxion, dass die Abwahl von Verwaltungsratspräsident Peter Kurer und Verwaltungsrat Jesper Ovesen auf die Agenda der geplanten ausserordentlichen Generalversammlung gesetzt wird, wie Sunrise am Dienstag mitteilte. Man prüfe diesen Antrag und werde zu gegebener Zeit antworten.

Die ausserordentliche Generalversammlung ist laut früheren Angaben für diesen Herbst geplant. Wichtigstes Traktandum soll die milliardenschwere Kapitalerhöhung sein, welche für die geplante Übernahme des Kabelnetzbetreibers UPC notwendig ist.

Gegen diesen Deal formierte sich zuletzt Widerstand. Insbesondere hatte sich Sunrise-Grossaktionär Freenet, der rund ein Viertel der Aktien besitzt, dagegen ausgesprochen.

Axxion ist bislang nicht als Grossaktionär bei Sunrise in Erscheinung getreten. Laut Angaben auf der Internetseite verwaltet die Gesellschaft mit Sitz in Luxemburg rund 150 Fonds mit einem Volumen von 9 Milliarden Euro.

"Wir sind nicht allein"

Freenet-Chef Christoph Vilanek sieht sich nun in seiner Ablehnung der geplanten Übernahme des Kabelnetzbetreibers UPC durch Sunrise bestätigt. "Wir sind mit der Situation nicht zufrieden und es hat sich bereits in den vergangenen Wochen deutlich gezeigt, dass wir damit nicht allein sind", sagte er der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Offensichtlich werde die Kritik an dem Deal nun deutlicher.

Als Sunrise-Grossaktionär erachtet Freenet die aktuellen Transaktionsbedingungen der Übernahme, insbesondere den vereinbarten Kaufpreis, die geplanten Synergien sowie die Transaktionsstruktur, als unausgewogen und nachteilig für alle Sunrise-Aktionäre, wie es zuletzt Mitte August hiess. Der Kaufpreis für UPC sollte laut Vereinbarung 6,3 Milliarden Franken betragen.

Für den Sunrise-Verwaltungsrat sind die Bedenken aber weder gerechtfertigt noch im besten Interesse aller Aktionäre. Das Unternehmen geht davon aus, dass der Zukauf - sofern die Generalversammlung zustimmt - per Ende November 2019 abgeschlossen werden kann.

(AWP)

 

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