Zugleich warnte die Behörde die Branche jedoch am Mittwoch in einem Untersuchungsbericht, dass koordinierte Aktionen von Investoren ihren Status als passive Anleger gefährden könnten. Dies würde zu deutlich strengeren und teureren Berichtspflichten führen. Hintergrund ist das Vorgehen der Fondsgesellschaften im Vorfeld der Hauptversammlung des Ölkonzerns ExxonMobil im Jahr 2021.
Damals hatten Blackrock, Vanguard und State Street erfolgreich einige oppositionelle Direktoren unterstützt. Diese waren vom aktivistischen Hedgefonds Engine No. 1 vorgeschlagen worden, der argumentierte, Exxon müsse sich stärker auf die Energiewende konzentrieren. Die einflussreiche Investoren-Initiative Climate Action 100+ (CA100+), mit der die Vermögensverwalter in Kontakt standen, hatte sich ebenfalls hinter den Vorstoss gestellt. Die genannten Fondsgesellschaften wollten sich zu dem Bericht nicht äussern.
Der Erfolg der Klima-Aktivisten bei Exxon löste eine heftige Gegenreaktion von Politikern der Republikanischen Partei aus. US-Präsident Donald Trump erliess nach seiner Wiederwahl 2025 zudem Verordnungen, die Unternehmen von der Berücksichtigung von Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien (ESG) abbringen sollen. Unter dem politischen und rechtlichen Druck haben sich die grossen Vermögensverwalter inzwischen aus Klimaschutz-Initiativen teilweise zurückgezogen. Blackrock und State Street verliessen CA100+ Anfang 2024 weitgehend, Vanguard war bereits 2022 aus einer anderen Klimagruppe der Fondsbranche ausgetreten.
(Reuters)

