Sie sanken um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das US-Arbeitsministerium am Dienstag in Washington mitteilte. Dafür sorgten vor allem sinkende Kosten für die Einfuhr von Rohöl. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten dagegen mit einem leichten Anstieg von 0,1 Prozent gerechnet. Hinzu kommt, dass der Juni kräftig revidiert wurde: Demnach fielen die Einfuhrpreise um 0,3 Prozent, nachdem zunächst von einem Plus von 0,3 Prozent die Rede war.
Die USA importieren eine grosse Palette von Waren, Vorprodukten und Rohstoffen aus anderen Ländern. Daher wirken sich sinkende Einfuhrpreise auch auf die Lebenshaltungskosten aus. Der starke Preisauftrieb hatte sich zuletzt etwas abgemildert: Die Inflationsrate fiel im Juli auf 3,4 Prozent.
Angesichts negativer Nachrichten vom Arbeitsmarkt und des leichten Inflationsrückgangs dürfte die US-Notenbank laut Ökonomen vor einer Zinserhöhung zurückschrecken. Insgesamt 94 von 104 befragten Experten gehen in einer aktuellen Reuters-Umfrage davon aus, dass die Federal Reserve (Fed) den Leitzins Mitte September unverändert in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen wird.
Auf der jüngsten Sitzung Ende Juli hatte ein Viertel der Währungshüter im Offenmarktausschuss (FOMC) für eine Erhöhung gestimmt. Doch gilt eine Anhebung im September nun eher als unwahrscheinlich, da im Juli am US-Arbeitsmarkt überraschend 23'000 Stellen ausserhalb der Landwirtschaft abgebaut wurden.
(Reuters)

