Die Erzeugerpreise ‌legten ⁠um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat zu, wie ⁠das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten ‌einen Anstieg in dieser Höhe erwartet. Im ‌Vergleich zum August 2025 ​legten die Preise um 5,4 Prozent zu. Experten hatten hier mit 5,3 Prozent gerechnet.

An den Finanzmärkten zog die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihe nach Veröffentlichung der Daten auf ‌den höchsten Stand seit 2007 an. Investoren rätseln, ob die US-Notenbank Fed den Leitzins bald anhebt oder nicht. Aktuell wird ​die Wahrscheinlichkeit für einen September-Schritt nunmehr mit ​etwa 65 Prozent beziffert. ​Fed-Chef Kevin Warsh hatte sich zuletzt besorgt über die hartnäckig hohe ‌Teuerung geäussert. Zugleich liess Fed-Direktor Christopher Waller durchblicken, dass er bei einer Abkühlung der Inflation eine weitere Zinspause erwäge.

Die ​Erzeugerpreise ​dienen als frühe Hinweisgeber ⁠für die Entwicklung der Verbraucherpreise. Diese ​sind im Juli ⁠um 3,4 Prozent zum Vorjahresmonat gestiegen, nach 3,5 Prozent ‌im Juni. Für die am Freitag anstehenden US-Verbraucherpreisdaten für August rechnen Experten mit einer Stabilisierung ‌der Teuerungsrate bei 3,4 Prozent. Die Fed strebt ​einen Wert von zwei Prozent an.

(Reuters)