US-Gesundheitskonzern - Johnson & Johnson verdient dank Spartenverkauf deutlich mehr

Der US-Gesundheitskonzern Johnson & Johnson hat im zweiten Quartal von einem Verkauf seines Desinfektionsgeschäfts profitiert und den Gewinn deutlich gesteigert.
16.07.2019 13:50
Ein Fusgänger vor dem Johnson-&-Johnson-Hauptgebäude in New Brunswick, New Jersey.
Ein Fusgänger vor dem Johnson-&-Johnson-Hauptgebäude in New Brunswick, New Jersey.
Bild: Bloomberg

Das Nettoergebnis stieg um knapp 42 Prozent auf 5,6 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Dienstag in New Brunswick mitteilte. Das um Sondereffekte wie den Verkauf und anderes bereinigte Ergebnis je Aktie stieg um knapp 23 Prozent auf 2,58 Dollar und lag damit deutlich über den Erwartungen der Analysten.

Der Umsatz sank jedoch um 1,3 Prozent auf knapp 20,6 Milliarden Dollar. Ursache waren negative Währungseffekte. Wechselkursbereinigt stiegen die Erlöse um 1,6 Prozent. Zu- und Verkäufe ausgeklammert lag das Wachstum aus eigener Kraft sogar bei 3,7 Prozent. Johnson & Johnson hob daher die Prognose für das operative Wachstum an und erwartet nun für 2019 ein portfoliobereinigtes Umsatzplus von 3,2 bis 3,7 Prozent, nach zuvor geschätzten 2,5 bis 3,5 Prozent. Die Gewinnprognose bleibt mit einem bereinigten Ergebnis von 8,53 bis 8,63 Dollar je Aktie unverändert.

Starkes Pharmageschäft

Am stärksten wuchs erneut das Pharmageschäft. Dabei profitierte das Unternehmen von guten Zuwächsen bei seinem Schuppenflechtemittel Stelara oder dem Krebsmedikament Darzalex. Allerdings musste Johnson & Johnson beim Gerinnungshemmer Xarelto mit einem Minus von fast 20 Prozent deutliche Einbussen hinnehmen. Das lag allerdings vor allem an Reformen in Teilen der US-Krankenversicherung sowie höheren Rabatten.

Johnson & Johnson vertreibt den Kassenschlager zusammen mit dem deutschen Konzern Bayer und hält die Rechte dafür in den USA. Ebenfalls zulegen konnte das Geschäft mit rezeptfreien Produkten bei Johnson & Johnson. Dagegen sanken die Umsätze mit medizintechnischen Geräten.

(AWP)