⁠Die Lücke zwischen Ein- und Ausfuhren erhöhte sich ⁠um 42,2 Prozent auf 77,6 Milliarden Dollar, wie das Handelsministerium ‌am Dienstag in Washington mitteilte. ‌Von der Nachrichtenagentur Reuters ​befragte Ökonomen hatten mit einem noch etwas höheren Defizit von 78,5 Milliarden Dollar gerechnet. Während die Importe um 3,3 Prozent auf 395,3 Milliarden Dollar zulegten, ‌sanken die Exporte um 3,2 Prozent auf 317,7 Milliarden Dollar.

Der Anstieg der Importe ging vor allem ​auf Kapitalgüter zurück, deren Einfuhren auf ​ein Rekordhoch von 128 ​Milliarden Dollar stiegen. Grund dafür sind erhebliche Investitionen von Unternehmen in ‌KI, für deren Aufbau viele importierte Güter benötigt werden. Die Ausfuhren sanken, obwohl die US-Ölexporte angesichts ​des ​Nahost-Konflikts einen Rekordwert erreichten.

Der ⁠Aussenhandel hat das Bruttoinlandsprodukt ​bereits zwei Quartale in ⁠Folge gebremst. Die US-Wirtschaft ist im ersten Vierteljahr ‌2026 um 2,1 Prozent gewachsen. Das Prognosemodell der regionalen Notenbank Federal Reserve von ‌Atlanta deutet für das abgelaufene zweite Quartal ​auf ein Wachstum von 1,2 Prozent hin.

(Reuters)