Der durchschnittliche Zinssatz für ein 30-jähriges Festzinsdarlehen stieg von 6,66 Prozent in der Vorwoche auf 6,71 Prozent. Das teilte der Hypothekenfinanzierer Freddie Mac am Donnerstag mit. Vor einem Jahr lag der Satz noch bei 6,5 Prozent. Seit Juli 2025 waren Kreditaufnahmen nicht mehr so teuer.
Der Zins pendelte zuletzt um die Marke von 6,5 Prozent. Nun bewegt er sich auf 7 Prozent zu. Das gefährdet die Bezahlbarkeit von Wohnraum weiter. Das Thema steht vor den Zwischenwahlen im November im Mittelpunkt.
«Vor einem Jahr um diese Zeit sanken die Zinsen. Der Vergleich zum Vorjahr könnte in den kommenden Monaten also noch schlechter ausfallen», schrieb Jake Krimmel, leitender Ökonom von Realtor.com, in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht.
Der Anstieg der Hypothekenzinsen folgt eng der Entwicklung bei den US-Staatsanleihen. Die Rendite für zehnjährige US-Papiere erreichte am Mittwoch einen Höchststand von 4,82 Prozent. Das ist der höchste Wert seit Oktober 2023. Die Renditen langfristiger US-Staatsanleihen verharren so lange auf diesem Niveau wie seit 2006 nicht mehr. Ein hohes Haushaltsdefizit, eine neue Welle von Unternehmensanleihen und eine potenziell entscheidende Sitzung der US-Notenbank Fed halten Investoren bei US-Schulden vorsichtig.
Der weltweite Ausverkauf an den Anleihemärkten ist schmerzhaft. Doch die Schäden sind nicht mit dem Einbruch vor vier Jahren zu vergleichen. Damals zwang die hohe Inflation die Zentralbanken zu raschen Zinserhöhungen.
Dennoch belasten die höheren Finanzierungskosten die Nachfrage der Immobilienkäufer. Der Anteil der schwebenden Verkäufe fiel im August im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Prozent. Das ist der erste Rückgang seit November 2025, wie aus dem aktuellen Monatsbericht von Realtor.com hervorgeht.
«Es sieht so aus, als ob die höheren Hypothekenzinsen im August voll auf die Nachfrage durchgeschlagen haben», sagte Krimmel.
(Bloomberg/cash)
