Die US-Importpreise sind im August kräftiger als erwartet gestiegen - ein schlechtes Omen für die Entwicklung der Inflation. Die Preise für US-Einfuhren legten im August gegenüber dem Vorjahresmonat um 7,0 Prozent zu, wie das Arbeitsministerium in Washington am Mittwoch mitteilte. Dies ist der stärkste Anstieg seit August 2022. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Importpreise um 0,7 Prozent. Hier hatten Ökonomen nur mit einem Zuwachs von 0,4 Prozent gerechnet, nach einem Rückgang von revidiert 0,3 Prozent im Juli. Zunächst war von minus 0,4 Prozent die Rede.
Die USA importieren eine grosse Palette von Waren, Vorprodukten und Rohstoffen aus Übersee. Daher wirken sich steigende Einfuhrpreise auch auf die Lebenshaltungskosten der US-Amerikaner aus. Der starke Preisauftrieb hält sich hartnäckig: Die Jahresteuerungsrate bei den Verbraucherpreisen verharrte im August bei 3,4 Prozent.
Die US-Notenbank steuert aus Sicht der Finanzmärkte auf die erste Zinserhöhung seit über drei Jahren zu. Am Abend (20.00 MESZ) wird eine Erhöhung des Leitzinses auf die neue Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent erwartet.
(Reuters)

