Einem Bericht des Arbeitsministeriums zufolge stieg der Verbraucherpreisindex im Jahresvergleich um 3,7 Prozent und lag damit über den Schätzungen von 3,6 Prozent, wie aus einer Reuters-Umfrage unter Ökonomen hervorgeht. Im Monatsvergleich stieg er um 0,6 Prozent.
Die Wetten der Anleger auf weitere Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed nehmen nach den jüngsten US-Inflationsdaten zu. Dies gibt dem Dollar Auftrieb, während der Euro um 0,6 Prozent auf 1,1133 Dollar nachgibt.
Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen steigt auf 5,308 Prozent nach 5,190 Prozent vor der Veröffentlichung der Daten. Die Zinssorgen bremsen auch die Aktienmärkte: An der Wall Street deutet sich eine schwächere Eröffnung an, während der Dax Gewinne abgibt und noch 0,3 Prozent im Plus steht.
Vor den Zwischenwahlen am 3. November setzen die infolge des Iran-Krieges gestiegenen Kraftstoffpreise die Republikaner von US-Präsident Donald Trump unter Druck und gefährden ihre Mehrheit im Kongress. Trump war im Januar 2025 mit dem Versprechen ins Weisse Haus zurückgekehrt, die Inflation einzudämmen. Zugleich hat er die unabhängige Notenbank immer wieder vergeblich zu Zinssenkungen aufgefordert.
Diese stemmte sich allerdings im September mit der ersten Zinserhöhung im laufenden Jahr gegen den anhaltenden kräftigen Preisauftrieb. Aus der Federal Reserve kommen unterschiedliche Signale mit Blick auf den weiteren Kurs. Die Fed habe vor einem weiteren Schritt nach oben Zeit, abzuwarten, wie sich die Finanzmärkte und die Wirtschaft entwickelten, sagte Fed-Direktorin Michelle Bowman.
Die Chefin des Fed-Bezirks Boston, Susan Collins, hatte zuvor erklärt, die US-Notenbank müsse ihrer Ansicht nach die Zinsen noch vor Jahresende erneut anheben, um die hohe Inflation zu drücken.
(Reuters/cash)

