Die vom Iran-Krieg und höheren Energiepreisen angefachte Inflation in den USA hat sich im Juli leicht abgeschwächt. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich um 3,4 Prozent zum Vorjahresmonat, nach 3,5 Prozent im Juni, wie das Arbeitsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten dies so erwartet. Von Juni auf Juli zogen die Konsumentenpreise dagegen an, wenn auch mit 0,1 Prozent nur minimal.
Wegen des Kriegs gegen den Iran hatten sich die Ölpreise auch in den USA deutlich erhöht - zuletzt aber nicht mehr so stark. Der US-Energiebehörde EIA zufolge lag der Benzinpreis im Juli bei durchschnittlich bei 4,064 Dollar pro Gallone (etwa 3,8 Liter), verglichen mit 4,184 Dollar im Juni und 4,609 Dollar im Mai. US-Präsident Donald Trump hatte versprochen, die Inflation zu drücken. Die anhaltend hohen Lebenshaltungskosten könnten die Wahlchancen seiner Republikanischen Partei bei den Kongresswahlen im November schmälern.
In der US-Notenbank mehrten sich angesichts der hartnäckig hohen Teuerung die Rufe nach einer Zinserhöhung. Fed-Chef Kevin Warsh hat sich jedoch mit Blick auf den weiteren geldpolitischen Kurs bewusst bedeckt gehalten. An den Finanzmärkten wird nun darüber gerätselt, ob im September die Zinsen heraufgesetzt werden.
(Reuters/AWP)

