Die Analysten der US-Investmentgesellschaft Keefe, Bruyette & Woods (KBW) haben den Versicherungskonzern Helvetia Baloise auf «Underperform» von «Market Perform» herabgestuft. Das Preisziel von 194 Franken deutet ausserdem auf einen Kursverlust von 12,7 Prozent hin.
Die Konzernintegration unterstütze zwar das Gewinnwachstum, doch die Bewertung lasse zu wenig Spielraum für ein lediglich moderates organisches Wachstum, so die Analysten in ihrer Notiz vom Mittwochmorgen. Gemäss KBW liegt das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis des Jahres 2027 bei 22,3x und damit deutlich über dem Sektorschnitt von 12,8x.
Die Titel der Versicherungsgesellschaft, die aus der Fusion der Konzerne Helvetia und Baloise hevorgegangen ist, sind am Mittwoch von der Herabstufung zunächst unbeeindruckt. Sie notieren praktisch unverändert bei 222,40 Franken.
Die neu eingetroffene Verkaufsempfehlung von KBW steht denn auch fünf «Kaufen»- und drei «Halten»-Ratings gegenüber. Das durchschnittliche Kursziel aller von der Nachrichtenagentur AWP erfassten Analysten liegt bei 240,40 Franken, also gut 8 Prozent über dem momentanen Stand des Titels.
Für Helvetia Baloise spricht auch die Eigenmittelsituation, die laut Experten sehr gut sei, sowie die Solvenzquote von zirka 270 Prozent. Die Dividende liegt bei 7,70 Franken je Aktie, woraus sich eine Rendite von derzeit 3,5 Prozent errechnet. Das ist weniger als andere Versicherer bieten. Derweil hat das Management von Helvetia Baloise für die Jahre bis 2028 Dividendenausschüttungen von kumuliert mehr als 2,8 Milliarden Franken angekündigt. Darüber hinaus soll die Dividende je Aktie im Jahr 2029 um mehr als 50 Prozent über dem Niveau von 2025 liegen, hiess es im April. Schätzungen gehen nun von einem Dividendenbetrag von 11,60 je Aktie für das Jahr 2029 aus.
Die Konzernleitung um CEO Fabian Rupprecht berichtete im September, dass die Integration gut voranschreite. Der Fokus liege nun verstärkt auf der Ausführung, dem Heben von Synergien sowie auf der langfristigen Wertschöpfung.
Gemessen an der gefassten Kursreaktion scheint der Analystenkonsens sowie der Blick in die kommenden Jahre die Herabstufung durch KBW zu überlagern. Dennoch werden die Investoren die Bewertung der Aktie in ihren Anlageentscheiden berücksichtigen.

