Der US-Pharmakonzern AbbVie hat nach einem besser als erwartet ausgefallenen dritten Quartal seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr angehoben. Ein florierender Absatz mit neueren Immun- und Neurologie-Medikamenten glich Umsatzrückgänge beim einstigen Kassenschlager Humira aus, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.
Im abgelaufenen Quartal erwirtschaftete AbbVie einen Umsatz von 17,40 Milliarden Dollar und einen bereinigten Gewinn von 3,82 Dollar pro Aktie. Beide Werte übertrafen die Schätzungen der Analysten. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern nun mit einem bereinigten Gewinn von 13,95 bis 13,99 Dollar je Anteilsschein nach zuvor 13,76 bis 13,96 Dollar. Analyst Geoffrey Meacham von Citi erklärte, das Ausmass der positiven Überraschung bleibe im Vergleich zu anderen Biopharma-Unternehmen bescheiden. Die Experten von RBC Capital Markets urteilten, die Ergebnisse dürften die Wachstumsaussichten auf kurze Sicht kaum wesentlich vorantreiben.
Die neueren Immun-Medikamente Skyrizi und Rinvoq sollen bei AbbVie die Lücke füllen, die das Arthritis-Mittel Humira nach dem Auslaufen des US-Patentschutzes 2023 hinterlassen hat. Skyrizi verzeichnete im Quartal einen Umsatz von 5,78 Milliarden Dollar, ein Plus von 22,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Rinvoq brachte 2,71 Milliarden Dollar ein. Die Neurologie-Sparte trug ebenfalls zu dem starken Quartal bei. Der Umsatz kletterte hier um 19 Prozent auf 3,39 Milliarden Dollar, angetrieben von Mitteln wie Botox Therapeutic.
(Reuters)

