Die US-Währungshüterin Beth Hammack hält weitere Zinserhöhungen zur Bekämpfung der hohen Inflation für erforderlich. Die Präsidentin ‌des ⁠Notenbankbezirks Cleveland erklärte am Donnerstag in Zürich, die Federal ⁠Reserve müsse weitere Schritte unternehmen, um die Inflation auf ihr Ziel von zwei ‌Prozent zu senken. Der Preisdruck ‌sei weiterhin «inakzeptabel hoch». Die Notenbank ​hatte im September erstmals in diesem Jahr die Zinsen erhöht und könnte im Dezember nachlegen. Hammack äusserte sich nicht dazu, wann die Fed ihrer Ansicht nach die Zinsen ‌das nächste Mal anheben sollte. Schrittweise Erhöhungen würden allerdings das Risiko verringern, dass die Geldpolitik hinter das erforderliche Mass zurückfalle und ​sich eine inflationäre Erwartungshaltung festsetze, sagte Hammack.

Sie hatte ​sich vorige Woche ebenso wie ​Fed-Direktorin Lisa Cook für eine Zinserhöhung ausgesprochen, als die Notenbank den geldpolitischen ‌Schlüsselzins im Korridor von 3,75 bis 4,0 Prozent beliess. Hammack argumentiert, dass die Geldpolitik und die Finanzierungsbedingungen die US-Wirtschaft nicht ​in ​dem Masse bremsen, wie es ⁠erforderlich wäre, um die Inflation ​in den Griff zu ⁠bekommen. Die Notenbank achtet dabei auf ein Inflationsmass, das auf ‌die Konsumgewohnheiten der Verbraucher zugeschnitten ist - den sogenannten PCE-Index. Die daraus berechnete Teuerung lag im ‌September bei 3,6 Prozent, nach 3,4 Prozent ​im August.

(Reuters)