Die Zahl der neu begonnenen Projekte legte hochgerechnet auf das gesamte Jahr um 14,8 Prozent auf 1,56 Millionen zu, wie das Handelsministerium in Washington am Dienstag mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten lediglich mit 1,36 Millionen gerechnet, nach 1,359 Millionen im Oktober. Bei Einfamilienhäusern, die den Grossteil des Wohnungsbaus in den Vereinigten Staaten ausmachen, fiel der Zuwachs im vergangenen Monat mit 18,0 Prozent auf 1,143 Millionen Einheiten besonders stark aus.
Einfluss der Zinserhöhungen
Dem Branchenverband National Association of Home Builders zufolge haben «viele Bauherren weiterhin die Immobilienpreise gesenkt, um den Verkauf anzukurbeln». Die Nachfrage dürfte künftig auch von sinkenden Zinsen beflügelt werden. Dem Hypothekenfinanzierer Freddie Mac zufolge lag der Zinssatz für die beliebte 30-jährige Festhypothek in der vergangenen Woche im Durchschnitt bei 6,95 Prozent. Das ist der niedrigste Stand seit August. Noch im Oktober hatte es mit 7,79 Prozent ein 23-Jahres-Hoch gegeben.
Mit den Zinserhöhungen durch die Notenbank Federal Reserve (Fed) hatten sich Hypothekenkredite erheblich verteuert. Die US-Zentralbank hat auf ihrer letzten Sitzung im laufenden Jahr für 2024 jedoch Zinssenkungen avisiert. Die Fed hat zuletzt auf drei Sitzungen in Folge pausiert. Sie hielt den geldpolitischen Schlüsselsatz in der Bandbreite von 5,25 bis 5,50 Prozent.
Aussicht
Experten zufolge könnte der Wohnungsbau im kommenden Jahr mit der Aussicht auf sinkende Zinsen beflügelt werden. Die Zahl der Genehmigungen, die Aufschluss über das künftige Baugeschehen gibt, sank allerdings im November. Sie fiel um 2,5 Prozent auf annualisiert 1,46 Millionen. Volkswirte hatten hier nur mit einem Rückgang auf 1,465 Millionen gerechnet.
(Reuters)
