Die USA haben ein Dreiertreffen mit der Ukraine und Russland in den Vereinigten Arabischen Emiraten vorgeschlagen, um über ein Ende des ‌seit viereinhalb ⁠Jahren andauernden Krieges zu beraten. Dies erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am ⁠Freitag in einem Pressegespräch via WhatsApp. Die US-Seite habe ein Treffen auf Arbeitsebene in einem trilateralen Format ‌angeregt. «Wir warten auf einen Terminvorschlag der US-Seite, die die ‌Emirate als möglichen Tagungsort ins Spiel gebracht ​hat», sagte Selenskyj.

Ein solches Dreiertreffen könnte nach russischen Angaben bald stattfinden. Es gebe dazu jedoch noch keine Einzelheiten, teilte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Freitag mit. Peskow erklärte zudem, der russische Sonderbeauftragte Kirill Dmitrijew habe Gespräche in den USA geführt. Dabei sei ‌es vorwiegend um wirtschaftliche Themen gegangen. Dmitrijew habe sich am 24. September mit den US-Vertretern Steve Witkoff und Jared Kushner getroffen, wie eine mit dem Vorgang vertraute Person ​der Nachrichtenagentur Reuters sagte.

Selenskyj hatte in dieser Woche am Rande ​der UN-Vollversammlung in New York Gespräche mit US-Präsident ​Donald Trump geführt. Russland war im Februar 2022 in das Nachbarland einmarschiert. Nach den Gesprächen mit ‌Trump berieten ukrainische und US-Unterhändler über Einzelheiten. «Wir werden diese Details mit der europäischen Seite besprechen, die Amerikaner werden mit den Russen sprechen, und wir werden in zehn Tagen entweder ​mit ​einer neuen Perspektive oder einem Ergebnis zurückkehren», ⁠sagte Selenskyj.

Der ukrainische Präsident bat Trump zudem, ​den Konflikt bei seinen Gesprächen ⁠mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping zur Sprache zu bringen. Xi hält sich ‌zu Staatsbesuch in Washington auf. Selenskyj erklärte, er warte noch auf eine Antwort des US-Teams, insbesondere zu Bemühungen um eine Deeskalation vor dem ‌Winter. Gleichzeitig warnte er die europäischen Partner vor weiteren russischen ​hybriden Angriffen und bot ukrainische Unterstützung an. Die Regierung in Moskau weist Vorwürfe zurück, hinter Sabotageakten in europäischen Ländern zu stecken.

(Reuters)