Die Regierung werde ⁠sich darauf konzentrieren, die internationalen Vermögenswerte Venezuelas bei der Bank ‌of England zurückzuholen, sagte der Präsident ‌der Nationalversammlung, Jorge Rodriguez, ​am Mittwoch. Bei den Beben in dem südamerikanischen Land waren mehr als 6000 Menschen ums Leben gekommen. Rodriguez erklärte, die Regierung wolle sich nun auf ‌den Wiederaufbau von Häusern, der Gesundheitsversorgung und der Stromverfügbarkeit konzentrieren.

Die Bank of England weigert sich seit ​langem, die rund 31 Tonnen Gold im ​Wert von schätzungsweise vier ​Milliarden Dollar freizugeben. Sie hatte die Legitimität der Regierung ‌des im Januar von den USA gefangengenommenen Präsidenten Nicolas Maduro nicht anerkannt.

Die Goldreserven sind Gegenstand eines langjährigen ​Rechtsstreits ​vor britischen Gerichten. Die Katastrophe ⁠trug zudem zu einem ​starken Anstieg der ⁠Inflation bei. Die monatliche Teuerungsrate sprang im Juli ‌auf fast 20 Prozent, wie die Zentralbank mitteilte. Auf Jahressicht lag die Inflation Berechnungen ‌der Nachrichtenagentur Reuters zufolge bei rund 576 ​Prozent.

(Reuters)