Insgesamt waren es 314'905 Fahrzeuge der Kernmarke, wie Audi am Montag mitteilten. Das bedeutet ein Minus von 19,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Damit beschleunigt sich der Abwärtstrend. Im zweiten Quartal hatte der Rückgang noch bei rund 8 Prozent gelegen.
Die Volkswagen-Tochter verkaufte nach Angaben vom Montag in den ersten Monaten des laufenden Jahres 1,04 Millionen Autos, das sind 11,4 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Allein auf dem wichtigsten Einzelmarkt China brachen die Verkäufe um fast ein Viertel auf 328.042 Fahrzeuge ein, in den USA lag der Rückgang bei 17,3 Prozent auf 128.749 Autos. Die geopolitischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hätten sich weiter verschärft, hiess es. Hohe Kraftstoffpreise, intensiver Wettbewerb, steigender Exportdruck aus China sowie die Auswirkungen der US-Zölle erhöhten den Druck auf die gesamte Autoindustrie. Lichtblick bei Audi war dagegen das Europa-Geschäft, wo die Ingolstädter 1,3 Prozent mehr Fahrzeuge verkauften. In Deutschland waren es 1,8 Prozent mehr.
Auch der Absatz von Elektroautos gab nach. Weltweit wurden seit Jahresbeginn gerade einmal 143.748 dieser Fahrzeuge verkauft, das sind zwölf Prozent weniger als im Vorjahr. Allerdings zeigt sich hier ein gemischtes Bild. Während in den USA die Elektroauto-Verkäufe um fast 90 Prozent einbrachen und in Europa ausserhalb Deutschlands ein Minus von 12,5 Prozent zu Buche stand, wurden in Deutschland fast zwei Fünftel mehr Elektroautos verkauft. In China waren es auf niedrigerer Basis sogar 84,7 Prozent mehr.
(Reuters)

