Vermögensverwaltung - CS verliert Mandat der SBB-Pensionskasse an JP Morgan

Die Credit Suisse hat ein milliardenschweres Mandat der Pensionskasse der Schweizerischen Bundesbahnen (PK SBB) verloren. Die PK SBB habe ein Depotmandat, das bei der CS gewesen sei, neu der Bank JP Morgan übergeben.
09.11.2017 10:42
Filiale der Credit Suisse in der Innenstadt von Zürich.
Filiale der Credit Suisse in der Innenstadt von Zürich.
Bild: cash

PK-Geschäftsführer Markus Hübscher bestätigte Aussagen, die er gegenüber der «Handelszeitung» gemacht hatte.

Diese sei nun für die Depotführung und das Gesamtreporting verantwortlich. Der Entscheid für einen Wechsel des Global Custody sei bereits im vergangenen Jahr gefällt worden. Einen konkreten Grund für die Abkehr von der Credit Suisse nannte Hübscher nicht. Er sagte lediglich: "Wir hatten schon länger keinen Wechsel mehr. Daher haben wir das Mandat neu ausgeschrieben." Auf aktive Verwaltungsmandate habe der Wechsel der Depotstelle zudem keinen direkten Einfluss. Die Credit Suisse habe weiterhin einzelne Mandate.

Die Grossbank hatte vergangene Woche anlässlich der Zahlenvorlage zum dritten Quartal bekanntgegeben, dass wegen eines einzelnen Mandats im öffentlichen Sektor ein Nettoneugeld-Abfluss von 13,3 Mrd CHF im Bereich Corporate & Institutional Clients in der Swiss Universal Bank erlitten wurde. Das Institut hielt sich aber bedeckt, um welche Pensionskasse es sich handelt. Der Abfluss habe geringen Einfluss auf den Ertrag, sagte Finanzchef David Mathers vor den Medien lediglich. Zum heutigen Bericht der HaZ wollte die CS keine Stellung nehmen.

(AWP)