Der weltgrösste Kreditkartenanbieter Visa hat im vierten Quartal dank einer ungebrochenen Konsumlaune in den USA einen kräftigen Gewinnsprung verzeichnet. Der Überschuss stieg in den drei Monaten bis Ende September auf 6,0 Milliarden Dollar oder 3,19 Dollar je Aktie, nach 5,1 Milliarden Dollar oder 2,62 Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Der Nettoumsatz kletterte um 13 Prozent auf 12,1 Milliarden Dollar.
Visa profitierte dabei von der Ausgabenfreude der Verbraucher für Reisen, Einkäufe und Restaurantbesuche, die durch einen starken Arbeitsmarkt und steigende Löhne begünstigt wurde. Zudem kurbelte die Fussball-Weltmeisterschaft, die im Juni und Juli viele Besucher in die USA lockte, das Geschäft an.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2026 verbuchte Visa einen Rekordumsatz von 46 Milliarden Dollar. Im laufenden Geschäftsjahr 2027 rechnet der Konzern mit einem Umsatz- und Gewinnwachstum im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Die Visa-Aktien gaben im nachbörslichen Handel um mehr als ein Prozent nach. Seit Jahresbeginn hat das Papier 14,6 Prozent zugelegt. Der grösste Rivale Mastercard wird seine Quartalsergebnisse im Laufe dieser Woche vorlegen.
(Reuters)

