Treibende Kraft hinter weiteren Kursgewinnen an den US-Aktienmärkten ist die Erwartung robuster Unternehmensgewinne, befeuert durch die Dynamik rund um die künstliche Intelligenz (KI). Trotz anhaltender geopolitischer Spannungen im Nahen Osten und Bedenken hinsichtlich höherer Inflation schrauben die Strategen führender Investmentbanken ihre Prognosen für die US-Aktienmärkte weiter nach oben.
Bei Goldman Sachs erhöhten die Strategen ihre Jahresendprognose für den S&P 500 auf 8000 Punkte (zuvor 7600 Punkten). Ausgehend vom aktuellen Niveau sind dies noch 3 Prozent Aufwärtspotenzial.
Optimistischer geben sich die Private Banker von JPMorgan: Neben der Anhebung ihres Zielwerts auf die Marke von 8000 Punkten halten sie in einem optimistischen Szenario sogar einen Vorstoss auf 9'000 Punkte zum Jahresende für möglich - was einem Aufwärtspotenzial von 20 Prozent entspricht.
Die Experten sehen die Fortsetzung der Rally primär durch einen breiten KI-Superzyklus angetrieben. Die hohen Investitionen der Cloud-Giganten in die KI-Infrastruktur wirkten wie ein enormes Konjunkturpaket für die Privatwirtschaft, das die Produktivität und die Gewinnmargen ähnlich stark steigern soll wie während des Booms in den späten 1990er-Jahren.
Demgegenüber stehen die Schätzungen der Bank of America mit 7100 Punkten oder Jefferies mit 7500 Punkten - ein Rückschlagpotenzial von bis zu 9 Prozent. Die durch KI getriebene Gewinnstärke dürfte zwar die kurzfristigen wirtschaftlichen Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten ausgleichen. Allerdings bestehen weiterhin Bedenken hinsichtlich höherer Inflation und Störungen der globalen Energieflüsse.
Hier sind die Prognosen einiger führender Brokerhäuser zur Performance der US-Aktien im Jahr 2026:
| Finanzinstitut |
S&P 500 Kursziel 2026 |
| BofA Global Research | 7100 |
| Jefferies | 7500 |
| Canaccord Genuity | 7500 |
| BNP Paribas | 7500 |
| Barclays | 7800 |
| HSBC | 7650 |
| Evercore ISI | 7750 |
| Seaport Research Partners | 7800 |
| RBC Capital Markets | 7900 |
| UBS Global Wealth Management | 7900 |
| Wells Fargo | 7950 |
| J.P.Morgan | 8000 |
| Deutsche Bank | 8000 |
| Societe Generale | 8000 |
| Goldman Sachs | 8000 |
| Morgan Stanley | 8000 |
| UBS Global Research | 8100 |
| Oppenheimer Asset Management | 8100 |
| Citigroup | 8100 |
| Wells Fargo Investment Institute | 7800-8000 |
(Reuters/cash)
